Zukunftsmusik für Berliner Busfahrgäste

Das „Bus To the Future“-Projekt der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) testet neue Ausstattungskomponenten.

Das Unikat des "Bus To The Future"-Projekts ist seit einer Woche auf Berlins Straßen unterwegs.(Foto: BVG/Oliver Lang)
Das Unikat des "Bus To The Future"-Projekts ist seit einer Woche auf Berlins Straßen unterwegs.(Foto: BVG/Oliver Lang)
Martina Weyh

„Bus To The Future“, der Name ist Programm und der große Schriftzug auf den Seiten des Fahrzeugs nicht zu übersehen. Auf der Linie 100 eingesetzt ist er seit 19. Juni auf den Straßen Berlins unterwegs. Der innovative MAN-Doppeldecker ist ein Unikat. 2016 bei einem Unfall schwer beschädigt, nutzten die Experten der Center-Werkstatt im Betriebshof Lichtenberg die Reparatur, um den Bus zum Prototypen mit vielen Extras umzubauen.

Was die Fahrgäste erwartet

Im Fahrgastraum stellen große TFT-Monitore erweiterte Fahrgastinformationen, Nachrichten, Wetter und weitere Infos bereit. Es gibt eine Gangbeleuchtung mit LED‘s im Bereich der Treppen und im Oberdeck, außerdem sorgt eine Ein- und Ausstiegsbeleuchtung an den Türen für zusätzliche Sicherheit. Per Monitor können sich die Fahrgäste einen Überblick über die Platzbelegung im Oberdeck verschaffen, dessen Dach mit Panoramafenstern verbaut wurde. Außerdem gibt es dort eine tageszeitgesteuerte Beleuchtung, Leselampen, USB-Ladebuchsen sowie kostenfreies W-LAN.

Neuerungen für Fahrer und Fahrerinnen

Die Türen im Prototyp verfügen über eine automatische Schließwarnanlage, ähnlich wie bei der U-Bahn. Die Bitte, den Türbereich freizumachen, kann bei Bedarf in Deutsch und Englisch abgespielt werden. Auch markiert eine 270°-Kameraansicht für den Heckbereich das Ausschwenken des Fahrzeugs bei Kurvenfahrten.

„Wir werden in den nächsten Jahren sehr viele neue Busse anschaffen. Dabei denken wir natürlich auch immer darüber nach, wie die Fahrt in den großen Gelben für unsere Fahrgäste noch angenehmer werden kann“, sagt BVG-Bus-Chef Torsten Mareck. Neben der technischen Auswertung soll es auch eine Bewertung der neuen Features durch die Fahrgäste geben. Was sich im Innovationsbus bewährt, könnte auch in künftigen Serienfahrzeugen auftauchen, so die BVG-Pressestelle.

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