RDA fordert fahrzeugbasiertes Beihilfeprogramm

Der Branchenverband hat monatliche Zuwendungen vorgeschlagen, die sich an den Anschaffungskosten von Fahrzeugen gestaffelt nach den Abgasnormen orientieren sollen.

Um die bestehenden Strukturen der überwiegend familiengeführten Betriebe erhalten zu können, plädiert RDA-Präsident Benedikt Esser für fahrzeugbasiertes Beihilfeprogramm. (Foto: pixabay)
Um die bestehenden Strukturen der überwiegend familiengeführten Betriebe erhalten zu können, plädiert RDA-Präsident Benedikt Esser für fahrzeugbasiertes Beihilfeprogramm. (Foto: pixabay)
Martina Weyh

Die Notlage in der Bus- und Gruppentouristik verschärfe sich täglich, schreibt der RDA in seiner Pressemitteilung. Die Liquiditätslage der Betriebe sei trotz der Hilfsmaßnahmen des Bundes und der Länder unverändert angespannt und es komme vermehrt zu Insolvenzen und Betriebsschließungen.

Seit Beginn der öffentlichen Diskussion über eine Gutscheinlösung hätten die Forderungen nach Rückzahlung des Reisepreises zugenommen, touristische Vertragspartner setzten Rückzahlungen teilweise mit Verweis auf nationale Regelungen unbefristet aus.

Die Entlastung bei den Personalkosten durch Kurzarbeit greife für die Belegschaft nur bedingt, da die arbeitsaufwendige Rückabwicklung stornierter Reisen nicht in einer reduzierten Arbeitszeit geleistet werden könne.

Die Fixkosten, wie laufende Gewerbemieten, Grundstückspachten und Kreditrückzahlungen für energieeffiziente und umweltfreundliche Busse brächten die Unternehmen an den Rand der betrieblichen Existenz.

Appell an Bundesregierung und EU-Kommission

Weitere Hilfen seien mehr als notwendig, appelliert der Branchenverband und fordert von der Bundesregierung und der EU-Kommission die Bereitstellung fahrzeugbasierter Beihilfen, die auf Grundlage von Anschaffungskosten und gestaffelt nach den Abgasnormen die Existenz der Betriebe durch monatliche Zuwendungen bis zum Wiederanlauf der Bustouristik sicherten.

Nach der Coronakrise gehe es um den Wiederaufbau des Tourismus in Deutschland und Europa. Der Reisebus sei hierfür systemrelevant und unverzichtbar. Damit der Wiederaufbau ohne Verzögerung gelingen könne, brauche Deutschland wirtschaftlich gesunde und leistungsfähige Busreiseveranstalter mit modernen und klimaschützenden Reisebussen, argumentiert RDA-Präsident Benedikt Esser.

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