RDA ruft zur Solidarität mit der Ukraine auf

Der Branchenverband appelliert an jeden ein solidarisches Zeichen gegen den Krieg und für Frieden und Freiheit in der Ukraine auf einer der vielen Protestkundgebungen oder durch Hilfsmaßnahmen zu setzen.

RDA-Präsident Benedikt Esser ist angesichts der Lage in der Ukraine sehr besorgt und befürchtet auch gravierende Auswirkungen auf die Bus- und Gruppentouristik durch mögliche Energie- und Treibstoffkostenverteuerungen. (Foto: RDA)
RDA-Präsident Benedikt Esser ist angesichts der Lage in der Ukraine sehr besorgt und befürchtet auch gravierende Auswirkungen auf die Bus- und Gruppentouristik durch mögliche Energie- und Treibstoffkostenverteuerungen. (Foto: RDA)
Martina Weyh

Der Branchenverband RDA verurteilt in einer Pressemitteilung die russische Aggression gegen das Nachbarland Ukraine.

„In diesen Tagen sind unsere Gedanken und Gebete bei der ukrainischen Bevölkerung, die sich dem unverantwortlichen und durch nichts zu rechtfertigenden Angriffskrieg Putins in der Ukraine tapfer entgegenstellt. Wir rufen jeden dazu auf, ein solidarisches Zeichen gegen den Krieg und für Frieden und Freiheit in der Ukraine auf einer der vielen Protestkundgebungen oder durch Hilfsmaßnahmen zu setzen“, so RDA-Präsident Benedikt Esser.

Auch wenn alle wirtschaftlichen Folgen des Krieges noch nicht absehbar seien, stehe wohl fest, dass der bisherige Trend zur Energie- und Treibstoffkostenverteuerung nochmals verstärkt werde. Die sich langsam erholende Buchungsnachfrage in der Branche könnte kriegsbedingt erneut eingetrübt werden. Putins Angriffskrieg werde so zu einer weiteren ernsten Belastungsprobe für die Bus- und Gruppentouristik, beurteilt der RDA-Präsident die derzeitige Lage.

Die Zahlen des aktuellen RDA Branchenbarometers, das noch kurz vor dem Kriegsausbruch erhoben wurde, belegten einen deutlich langsameren Neustart der Bus- und Gruppentouristik als erhofft.

Die überwiegend familiengeführten Traditionsbetriebe beklagen darin erhebliche Treibstoff- und Energiekostensteigerungen (67 %), einen schwachen Buchungsverlauf (68 %) sowie die immer noch uneinheitlichen Corona-Regeln für Busreisen in Deutschland (59 %).

Für knapp die Hälfte der mittelständischen Unternehmen stelle der Fachkräftemangel ein Kernproblem dar, ein Drittel werde von Standschäden und Restwertverlusten des Fuhrparks zusätzlich belastet.

Gut jedes zehnte Unternehmen kritisiert die verzögerte Bearbeitung von Überbrückungshilfeanträgen sowie die ausbleibende Unterstützung von Mischbetrieben im Rahmen der Überbrückungshilfen.

Die aktuelle Geschäftslage werde allerdings besser eingeschätzt als noch im Vormonat, verbleibte aber mit einem Indexwert von 3,89 auf Krisenniveau, schreibt der Verband.

Der Indexwert für die Geschäftserwartungen in den kommenden sechs Monaten sei sprunghaft um knapp 20 % gestiegen und markiere mit 3,23 erstmals seit August 2020 einen befriedigenden Wert.

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