Fünf Projekte beim Deutschen Mobilitätspreis ausgezeichnet

Neben vier Preisträgern in den verschiedenen Kategorien erhielt auch ein Publikumsfavorit die Trophäe aus den Händen von Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing.

Die Preisträger mit Bundesminister Dr. Volker Wissing (Mitte) und den Jurymitglieder. (Foto: M. Golejewski)
Die Preisträger mit Bundesminister Dr. Volker Wissing (Mitte) und den Jurymitglieder. (Foto: M. Golejewski)
Claus Bünnagel
(erschienen bei VISION mobility von Claus Bünnagel)

Aus den Händen von Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing erhielten die Sieger des Deutschen Mobilitätspreises 2023 in vier Kategorien plus einem Publikumspreis ihre Trophäen. Zum nunmehr achten Mal wurde die begehrte Auszeichnung in Berlin verliehen. Rund 200 Unternehmen, Start-ups, Netzwerke, Initiativen aus der Mobilitäts- und Digitalbranche sowie Kommunen und Verwaltungen hatten sich um den diesjährigen Preis beworben.

Die Preisträger der vier Kategorien

  • Das Karlsruher Projekt MobileCityGame erhielt die Auszeichnung für seine wegweisenden Ansätze zur digitalen Transformation. Die „MobileCity“-App transformiert nicht nur komplexe Mobilitätsplanung in kommunalen Entscheidungsprozessen zu einem intuitiven Spiel. Sie ermöglicht auchdie dynamische Erfahrung von Effekten und Abhängigkeiten städtischer Verkehrseingriffe bis 2050 am Beispiel Karlsruhe und fördert so fundierte Debatten, Beteiligung und universitäre Lehre.
  • Die Auszeichnung in der Kategorie New Mobility ging an das Nürnberger Projekt „uRyde“, das Ridesharing, ÖPNV, Shuttlebusse, Lade- und Parkplatzmanagement sowie ein Mobilitätsbudget in einer einzigen App vereint. Mit mehr als 40 Unternehmen, darunter Siemens und adidas, hat es in der Metropolregion Nürnberg bereits 180.000 Nutzer erreicht und strebt nun die Ausweitung des Konzepts in weitere Regionen an.
  • In der Kategorie Design wurde das Colmberger Projekt „Simo – Mobilitätssimulator für Rollstuhlfahrer“ für sein innovatives barrierefreies Design geehrt. Simo ermöglicht Rollstuhlfahrern vorab eine virtuelle Probefahrt, indem sie millimetergenau vermessen werden und den zukünftigen Rollstuhl in einer realistischen Umgebung erleben können. Dies verbessert nicht nur die Anpassung des Geräts, sondern beugt auch gesundheitlichen Problemen vor.
  • In der Kategorie Good Practice wurde das Hannoversche Projekt „sprinti“ – der einzigartige On-Demand-Service für suburbane Räume“ für seine zukunftsweisende Lösung als flexible und barrierefreie Alternative zum ÖPNV im ländlichen Raum ausgezeichnet. Die Nutzung erfolgt über die „sprinti“-App, akzeptiert ÖPNV-Fahrkarten ohne Aufpreis und ermöglicht die Mitnahme von Rollatoren, Fahrrädern und Kindersitzen.

Der Publikumspreis

Aus allen Projekten der Shortlist wählten mehr als 2.000 Personen vor Ort und per Livestream ihre favorisierten Projekte für den Publikumspreis aus. Der Publikumspreis ging an das Projekt „DB Rad+“. Die DB Rad+-App macht Radfahren zum gemeinschaftlichen Erlebnis, indem sie gefahrene Kilometer als Währung für lokale Unternehmen und die Deutsche Bahn nutzbar macht, Prämien für Meilensteine bietet und Kommunen durch Radfahrdatenspenden wichtige Einblicke für die Verkehrsplanung liefert.