Busstreik in Rheinland-Pfalz geht weiter

Siebentägige Streikmaßnahmen – zunächst hatte es nach einer befriedenden Lösung zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz (VAV) ausgesehen – dann wurde das bei den Sondierungsgesprächen erzielte Ergebnis von Verbandsseite wieder zurückgenommen.

Harte Zeiten für Pendler und Schüler in Rheinland-Pfalz. (Foto: pixabay)
Harte Zeiten für Pendler und Schüler in Rheinland-Pfalz. (Foto: pixabay)
Martina Weyh

Die Räder in Rheinland-Pfalz stehen wieder still – sieben Tage lang, seit heute (7.6.) drei Uhr bis zum Ablauf der Schicht am 13. Juni 2021. Die Gewerkschaft ver.di kämpft u.a. für die Durchbezahlung von Standzeiten und Fahrzeitunterbrechungen.

„Nach langen und harten Sondierungsverhandlungen, die stets unter der Bedingung standen, dass die vom Wirtschaftsministerium im letzten Jahr politisch versprochene Refinanzierung nun endlich auch umgesetzt wird, konnte man sich in den relevanten materiellen Eckpunkten und insbesondere bei der künftigen Durchbezahlung der Standzeiten deutlich nähern. Wir sind insgesamt erleichtert aus den Sondierungsgesprächen herausgegangen, mit der Verabredung, die materiell geeinten Eckpunkte nochmals zu Papier zu bringen. Wartend auf das Einigungspapier, hatten wir die Pressemitteilung mit der Absage des Streiks druckfertig auf dem Tisch. Statt des Einigungspapiers erreichte uns eine ‚gänzliche Absage‘ der Zugeständnisse des Verbandes. Dieses unredliche Verhalten ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten, sondern vielmehr eine schamlose Verantwortungslosigkeit gegenüber den Schülern und Fahrgästen, die dem Verband offensichtlich vollkommen egal sind“, kommentiert der Verhandlungsführer von ver.di für den Fachbereich Verkehr, Marko Bärschneider, den Stand der Dinge.

Weite Teile des Landes betroffen

Betroffen von den Streikmaßnahmen sind u.a. sämtliche Betriebe und Standorte der DB Regio Bus Mitte GmbH, der DB Regio Bus Rhein-Mosel GmbH, der Westerwaldbus GmbH, der Stadtbus Bad Kreuznach GmbH, der MB Moselbahn mbH, der Tempus Mobil GmbH, der eurobus Verkehrsservice GmbH Rheinland-Pfalz, der VRW, der MVB, der Zickenheiner GmbH, Westrich Reisen und Stadtbus Zweibrücken GmbH. Zudem hat die Gewerkschaft die Verkehrsgesellschaften Zweibrücken und Bad Kreuznach zu Solidaritätsstreiks aufgerufen.

Es müsse davon ausgegangen werden, so ver.di in ihrer Pressemitteilung, dass sich während der laufenden Arbeitsniederlegungen in dieser und der Folgewoche, weitere Betriebe des privaten Omnibusgewerbes Rheinland-Pfalz ebenfalls am Streik beteiligen werden.

Ebenso betroffen ist der gesamte Überlandverkehr in den betroffenen Regionen und Gemeinden. Auch der Schülerverkehr wird in den regionalen Teilen des Landes nicht stattfinden.

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