Kurzarbeit: Die fünf häufigsten Fehler bei der Antragstellung

Um Verzögerungen bei der Auszahlung von Kurzarbeitergeld zu vermeiden, sind hier die häufigsten Fehler bei der Beantragung aufgelistet.

Bestimmte Fehler bei Beantragung von Kurzarbeitergeld für das Personal im Busgewerbe sollten unbedingt vermieden werden – hier die häufigsten fünf. (Foto: Sanne)
Bestimmte Fehler bei Beantragung von Kurzarbeitergeld für das Personal im Busgewerbe sollten unbedingt vermieden werden – hier die häufigsten fünf. (Foto: Sanne)
Claus Bünnagel

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat festgestellt, dass Anträge und Abrechnungslisten für Kurzarbeitergeld (Kug)häufig fehlerhaft oder unvollständig eingehen und daher erst nach Korrektur bzw. Vervollständigung bearbeitet werden können. Um Verzögerungen bei der Auszahlung zu vermeiden, sind hier die häufigsten Fehler bei der Beantragung nachfolgend zusammengefasst: 

1. Es wird nur ein Teil des Antrags eingereicht
Der Antrag besteht aus den beiden Vordrucken Kug 107 – „Kurzantrag auf Kug“ und Kug 108 – „Kug-Abrechnungsliste“, die beide zusammen eingereicht werden müssen. 

2. Es wird Kug für Auszubildende und geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer beantragt
Hier ist zu beachten, dass geringfügig Beschäftigte grundsätzlich keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben. Auszubildende bekommen grundsätzlich erst nach dem sechswöchigen Entgeltfortzahlungszeitraum Kurzarbeitergeld (§ 19 Abs. 1 Nr.2 BBiG). 

3Es wird Kug für gekündigte Arbeitnehmer abgerechnet
Gekündigte Arbeitnehmer haben keinen Anspruch, da der Sinn des Kurzarbeitergelds, der Erhalt des Beschäftigungsverhältnisses, in diesen Fällen nicht erreicht werden kann. 

4. Bei der Kug-Berechnung werden auch sozialversicherungsfreie Entgeltbestandteile sowie Einmalzahlungen mit herangezogen
Auf diesen Punkt ist bei der Berechnung besonders zu achten. Grundlage für die Kug-Berechnung ist das laufende sozialversicherungspflichtige Entgelt. 

5. Tatsächlich gezahltes Arbeitsentgelt wie Feiertagsvergütung wird nicht als Ist-Entgelt aufgeführt
Auch bei sog. Kurzarbeit 0, wenn also gar nicht mehr gearbeitet wird, fällt Feiertagsvergütung an, die als erzieltes Entgelt bei der Berechnung zu berücksichtigen ist.

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