Frankreich öffnet sich

Touren Service Schweda gibt wichtige Informationen für Reisen nach Frankreich.

Auch in Frankreich normalisiert sich die Lage wieder und es sind Reisen auch nach Paris wieder möglich. (Foto: Bünnagel)
Auch in Frankreich normalisiert sich die Lage wieder und es sind Reisen auch nach Paris wieder möglich. (Foto: Bünnagel)
Claus Bünnagel

Touren Service Schweda, Paketreiseveranstalter aus Kehl am Rhein, freut sich darüber, dass im französischen Ampelsystem nunmehr alle Departements in Frankreich auf Grün gesetzt wurden – auch die Region Paris, die zuletzt noch auf Orange stand. Die Epidemie ist offiziell „unter Kontrolle“. In der letzten Rede des französischen Präsidenten wurde eine weitgehende Öffnung vollzogen und Fristen teilweise vorverlegt.

Die generelle Situation

Ferien in Frankreich sind nun wieder möglich. Bis zum 22. Juni müssen noch einige Restriktionen in Kauf genommen werden, aber danach erwarten wir eine sehr weitgehende Öffnung. Über diese werden wir unsere Kunden, Bus- und Gruppenreiseveranstalter und Reisebüros mit Eigenveranstaltung, in der kommenden Woche, wenn wir Näheres wissen, weiter informieren. Grundsätzlich ist Frankreich sehr gut auf die Öffnung nach der Epidemie vorbereitet. (Touren-Service-Geschäftsführer Joachim Schweda) 

Restaurants, Hotels, aber auch die Sehenswürdigkeiten und Museen hätten umfangreiche Hygieneprotokolle umgesetzt. Diese würden von unabhängigen Institutionen streng kontrolliert. Desinfektionsmittel ständen in vielen Fällen zur Verfügung – und oft auch Masken, falls man keine eigenen mitbringe. 

Kurz gesagt: Frankreich war wohl noch nie so sauber und sicher wie heute. (Schweda)

Grenzübertritt problemlos möglich

Der Grenzübertritt für Busse nach Frankreich ist seit dem 15.6.2020 problemlos möglich. 

Ich wohne selbst in Frankreich und überquere die Grenze viermal am Tag, es finden hier in Kehl keine Kontrollen mehr statt. (Schweda)

Es gelte überall die Regel, einen Mindestabstand von 1m einzuhalten, also auch in Restaurants, Museen oder Sehenswürdigkeiten und natürlich im Hotel. Restaurants im ganzen Land seien wieder geöffnet und dürften Kunden auf der Terrasse, aber auch in den inneren Räumlichkeiten empfangen. 

Zwischen individuellen Kunden ist hierbei momentan noch ein Abstand von einem Meter einzuhalten. Zusammengehörende Gruppen werden – mit Abstand zu anderen Gästen – von manchen Restaurants aber auch enger zusammengesetzt. Inoffiziell wird die Abstandsregel oft pragmatisch gesehen, Gruppen können zusammensitzen, halten aber Abstand zu anderen Gästen. (Schweda)

Hotels

Viele Hotels hätten bereits wieder geöffnet oder öffneten in diesen Tagen. Hinsichtlich des Frühstücks und des Abendessens im Hotel gebe es für jedes Haus unterschiedliche Regelungen im Moment. Manche Hotels lieferten das Frühstück auf das Zimmer, wenn der Frühstücksraum zu klein sei. Frühstücksbüfetts seien etwas limitierter als sonst und würden von einer Person ausgegeben. In der Regel würden aber auch hier wie in den Restaurants Gruppen separat behandelt.

In unseren Hotels in den Alpen gibt es die wenigsten Probleme, weil wir hier viele Häuser haben, die wir für eine Gruppe privatisieren. Sie werden wie eine große Familie vor Ort behandelt. Wir gehen davon aus, dass sich die Situation ab dem 22.6.2020 oder spätestens zum 1.7.2020 auch in vielen Hotels entspannen wird. (Schweda)

Museen und Sehenswürdigkeiten 

Diese seien zum überwiegenden Teil ab dem 22.6.2020 oder spätestens ab dem 1.7.2020 wieder geöffnet, eine große Zahl sei bereits heute geöffnet. Der Eiffelturm öffnee am 22.6.2020, zunächst aber nur für die Besteigung über die Treppe. Grundsätzlich akzeptierten viele Museen im Moment aber noch keine geschlossenen Gruppen. 

Man kann allerdings das Museum in der Regel besuchen, muss die Gruppen dann aber in Kleingruppen von bis zu fünf Personen eintreten lassen und jeweils ein bis zwei Minuten Pause machen. Wir prüfen für unsere Kunden, die nach Frankreich reisen wollen, bei jedem besuchten Museum oder jeder Sehenswürdigkeit die Machbarkeit des Besuchs im Einzelnen. Grundsätzlich gilt auch hier überall die Abstandsregel von einem Meter. (Schweda)

Führungen

Für Führungen gelte bis zum 22.6.2020, dass die Gruppe ein Maximum von zehn Personen inklusive dem Führer haben dürfe. 

Diese Beschränkung sollte aber auch an 22.6.2020 fallen. Wir empfehlen aber auf jeden Fall, ein Führungssystem einzusetzen, um ihre Gruppe nicht geballt durch die Innenstädte laufen zu lassen. Für unsere Kunden haben wir vorteilhafte Verträge in diesem Zusammenhang abgeschlossen und bieten die Organisation des Führungssystems an, wenn der Busunternehmer kein eigenes Audiosystem hat. (Schweda)

Besondere Regeln für Busse

Auf Grund der guten Kontakte zur Fédération Nationales des Transport des Voyageurs (FNTV), einer französischen Organisation, die mit dem deutschen RDA vergleichbar ist, kann Touren Service Schweda weitere Informationen zur momentanen Situation geben. Derzeit gelten noch folgende Regeln in Frankreich, die sich aber ab dem 22.06.2020 weiter zugunsten der Busunternehmen verändern sollen:

  • Masken: Momentan ist das Tragen einer Maske in den Bussen für Personen ab elf Jahren obligatorisch. Dies gilt für die Reise, aber auch für den Bereich des Ausstiegs. In Außenbereichen wird das Tragen von Masken empfohlen, ist aber nicht obligatorisch.
  • Information der Fahrgäste: Die Fahrgäste sollten mündlich und über einen schriftlichen Aushang im Bus über die Hygienevorschriften informiert werden und die einzuhaltenden Sicherheitsabstände.
  • Identität der Fahrgäste: Die Identität der Fahrgäste muss bekannt sein, der Platz im Bus muss vor Antritt der Reise reserviert werden.
  • Mindestabstand im Bus: Es gibt keine offizielle Begrenzung in Frankreich hinsichtlich der maximalen Teilnehmerzahl einer Gruppenreise, nur die Empfehlung, den Mindestabstand im Bus einzuhalten. Der Mindestabstand beträgt in Frankreich einen Meter, also weniger als in Deutschland. Familien und Gruppen, die zusammengehören, können auch zusammen reisen ohne den Mindestabstand. Zwischen einzelnen Gruppen muss dann aber wieder einen Mindestabstand von einem Meter bestehen. Zwei Vereine in einem Bus könnten also jeweils vorne und hinten sitzen und zwischen den beiden Vereinen müsste ein Abstand bestehen. Bei Gästen, die nicht zusammen reisen, soll – im Rahmen des Möglichen – darauf geachtet werden, dass diese nicht direkt nebeneinandersitzen. Diese Regelung ist etwas ungenau und kann ausgelegt werden, wie das in Frankreich häufiger der Fall ist. 
  • Toiletten im Bus: Es gibt kein Verbot, die Toiletten im Bus zu benutzen, lediglich die Empfehlung, die Toiletten möglichst geschlossen zu halten. Das liegt in der Entscheidungsbefugnis eines jeden Unternehmens.
  • Desinfektionsmittel: Den Kunden soll Zugang zu Desinfektionsmitteln und – wenn möglich zu einem Waschbecken mit Seife – verschafft werden. „Diese Regelung gilt meines Erachtens aber eher in Busbahnhöfen für den Fernlinienverkehr“, merkt Joachim Schweda an. 

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass alle diese Informationen von uns ohne rechtliche Gewähr weitergegeben werden. Die Regelungen sind teilweise ungenau und lassen Spielraum für Interpretationen. (Schweda)

Weitere Informationen unter www.touren-service.de.

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