Branche vor dem Abgrund: Busdemo in Hamburg

Mit rund 150 Bussen haben in Hamburg Reisebusunternehmen aus ganz Deutschland lautstark auf die existenzbedrohende Situation der Branche aufmerksam gemacht.

Der Bus-Korso rund um die Hamburger Binnenalster machte mit lautstarkem Hubkonzert auf die existenzielle Krise der Branche angesichts von Corona aufmerksam. (Foto: Hanse Mondial)
Der Bus-Korso rund um die Hamburger Binnenalster machte mit lautstarkem Hubkonzert auf die existenzielle Krise der Branche angesichts von Corona aufmerksam. (Foto: Hanse Mondial)
Martina Weyh

Zur Demo am vergangenen Donnerstag aufgerufen hatte die Hamburger Full-Service Agentur für Buslogistik, Hanse Mondial. Rund 150 Busse aus ganz Deutschland nahmen hupend am Protest-Korso rund um die Hamburger Binnenalster teil und forderten von der Bundesregierung finanzielle Soforthilfen und einen klaren Zeitplan, wann welche Fahrten wiederaufgenommen werden können.

„Ich bin überwältigt von der Energie der Busunternehmer und den Eindrücken vom heutigen Buskorso. Besonders das Bild, als alle Reisebusse hupend um die Binnenalster gefahren sind, werde ich nicht so schnell vergessen. In Zeiten wie diesen ist es besonders wichtig, dass wir alle an einem Strang ziehen. Nur gemeinsam können wir unsere Stimme lauter werden lassen, um unsere Forderungen an die Politik zu adressieren“, so Julien Figur, CEO von Hanse Mondial.

Für viele Unternehmer sei es nicht mehr möglich die laufenden Kosten zu decken. Die Branche fordert deshalb, nicht rückzahlbare Kredite in Höhe der Vorhaltekosten bereitzustellen, damit diese komplett gedeckt seien. Langfristig wäre es zudem sinnvoll, die Mehrwertsteuer auf 7% zu senken. Denn nur dadurch werde es vielen Unternehmen möglich sein, ihre benötigte Liquidität zu erlangen.

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