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Offenbach setzt auf E-Busse von Solaris

Mit dem Fahrplanwechsel im Herbst 2020 sollen in Offenbach sieben Solaris Stromer auf Linie gehen.

Solaris setzte sich im Ausschreibungsverfahren der OVB gegen sieben Konkurrenten durch. (Foto: Solaris)
Solaris setzte sich im Ausschreibungsverfahren der OVB gegen sieben Konkurrenten durch. (Foto: Solaris)
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Martina Weyh

Das Ausschreibungsverfahren zur Beschaffung der ersten sieben Elektrobusse ist abgeschlossen. Die Offenbacher Verkehrsbetriebe (OVB) haben den Auftrag über die Lieferung von sieben Elektrobussen an die Solaris Deutschland GmbH vergeben, die sich als günstigster Bieter gegen sieben Konkurrenten durchgesetzt hat und sieben Niederflurbusse, darunter ein Gelenkbus an die Offenbacher Verkehrsbetriebe (OVB) liefern wird. Aber nicht nur die Fahrzeuge kommen von der deutschen Tochter des polnischen Busherstellers, sondern auch die dazugehörige Ladeinfrastruktur.

Dabei ist der Zeitplan der OVB folgender – der Umbau des OVB-Betriebshofes soll bis Spätsommer 2020 abgeschlossen sein. Die sieben Solaris-Busse, die eine Lieferzeit von elf Monaten haben, sollen zum Fahrplanwechsel 2020 im Linienverkehr fahren. Entsprechend dem Offenbacher Nahverkehrsplan will das Stadtwerke-Unternehmen OVB bis 2022 von seinen 87 Bussen 36 elektrisch antreiben.

Wie die Stadtwerke Offenbach mitteilten, werden die Busse der hauptsächlich über Nacht im Betriebshof geladen werden. Dabei hebt sich jeweils ein Stromabnehmer (Pantograph) vom Busdach und kontaktiert eine von der Decke hängende Ladehaube. Tagsüber soll die Zwischenladung an den mit Ladepunkten ausgestatteten Wendeanlagen im Kaiserlei und An den Eichen erfolgen.

Die Gesamtkosten für die Busbeschaffung schlagen mit 4,2 Mio. Euro (ohne Förderung), die Anschaffung der Ladeinfrastruktur für das Betriebsgelände und für die beiden Wendeschleifen An den Eichen und im Kaiserlei mit zusammen 2,3 Millionen Euro (ohne Förderung) zu Buche. Dabei fördert das Land Hessen den Erwerb der ersten Tranche sowie den Aufbau der Ladeinfrastruktur mit vier Millionen Euro und nutzt dafür Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

Für die zweite Tranche ist laut OVB-Geschäftsführerin Anja Georgi gerade die Ausschreibung in Arbeit. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit fördert die 29 Elektrobusse mit acht Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Energie- und Klimafonds (EKF). Bundesumweltministerin Svenja Schulze hatte dazu im Sommer dieses Jahres den Förderbescheid an die OVB übergeben (busplaner berichtete).

Damit fließen in die Umstellung des Stadtbusbetriebes auf Elektromobilität insgesamt zwölf Millionen Euro Fördermittel.

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