ICB: Zum Fahrplanwechsel mit verjüngtem Fuhrpark auf neuen Linien

Die städtische ICB in Frankfurt am Main verjüngt ihren Fuhrpark und bereitet die Übernahme des Busbündels C vor.

Neun Irizar iebus 18 erweitern u.a. künftig die ICB-Flotte in Frankfurt am Main. (Foto: ICB)
Neun Irizar iebus 18 erweitern u.a. künftig die ICB-Flotte in Frankfurt am Main. (Foto: ICB)
Claus Bünnagel

Zum Fahrplanwechsel im Dezember wird die In-der-City-Bus GmbH (ICB) nach Übernahme des Busbündels C die Hälfte der Busverkehrsleistungen für die Stadt Frankfurt am Main als Direktvergabe im Auftrag der lokalen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ erbringen. Dann soll auch der Großteil der Flottenneuzugänge vom ICB Betriebshof in den Frankfurter Stadtverkehr rollen. Dazu hat die ICB im Januar 2020 nach Abschluss von europaweiten Ausschreibungen 60 neue Fahrzeuge bestellt. Darunter sind neben 21 Solaris- und 20 MAN-Dieselsolos sowie acht Solaris-Dieselgelenkbussen auch neun E-Gelenkbusse des baskischen Herstellers Irizar, geliefert von der Ferrostaal Equipment Solutions GmbH, sowie zwei E-Solobusse des portugiesischen Produzenten Caetano.

Für die Linien 33 und 37

Die Stromer sollen auf den innerstädtischen Linien 33 und 37 im Gutleutviertel und rund um den Hauptbahnhof eingesetzt werden. Damit wird an das Konzept der Linie 75 rund um den Uni-Campus angeknüpft, die bereits seit Ende 2018 komplett elektrisch betrieben wird. Die Anschaffung der neuen E-Busse wurde vom hessischen Wirtschaftsministerium mit 2,8 Mio. Euro gefördert. Mit den E-Modellen von Caetano und Irizar kamen in diesem Herbst zwei neue Herstellermarken auf den Betriebshof. Gleichzeitig erfolgte der Aufbau der erforderlichen Ladeinfrastruktur sowie die Erweiterung des Netzanschlusses am Busdepot Rebstock. 

Wir freuen uns auf die umweltfreundlichen Neuzugänge, geraten aber damit auf dem Betriebshof tatsächlich an unsere Grenzen für die Ladung von Elektrobussen. (ICB-Geschäftsführer Christian Schaefer)

Ausschreibung über 22 Brennstoffzellenbusse

Die Stadt Frankfurt am Main hat das Ziel ausgerufen, bis 2030 die Dieselbusflotte gegen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben auszutauschen. Deshalb wird nach den E-Bussen mit Batterie mit Brennstoffzellenbussen eine zweite lokal klimaneutrale Technologie auf den ICB-Betriebshof und von dort in den Frankfurter Stadtverkehr kommen. 

Derzeit arbeiten wir an einer Ausschreibung über 22 Brennstoffzellenbusse. Sie sollen 2021 in die ICB Flotte integriert werden. Im Zuge dessen befassen wir uns auch mit einem Konzept für eine Wasserstofftankstelle, damit die Busse auf unserem Betriebshof betankt werden können. (Einkaufsleiter Sebastian Heisig) 

Mit Realisierung dieses Projekts würde bereits in naher Zukunft rund ein Drittel aller ICB-Fahrzeuge klimaneutral durch den Frankfurter Stadtverkehr fahren. (Verkehrsdezernent Klaus Oesterling)

Gehobene Ausstattung

Sowohl bei den E- als auch Dieselbussen wurde auf besondere Ausstattungsmerkmale geachtet. Alle neuen Fahrzeuge sind mit einem Kollisionswarnsystem ausgestattet. Der Einsatz von Kamera und Bilderkennungssoftware sorgt dafür, dass Verkehrsteilnehmer im toten Winkel und im Frontbereich des Fahrzeuges erkannt werden. Zum Teil werden außerdem Kamerasysteme die Außenspiegel ersetzen. Die Busse besitzen zudem leistungsfähige Klimaanlagen. 

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