Corona: NIAG rüstet sich für Krankheitswelle des Fahrpersonals

Mit regionalisierten Notfallplänen bereitet sich die Niederrheinische Verkehrsbetriebe AG NIAG auf eine mögliche Corona-Infektionswelle durch die hochansteckende Omikron-Variante vor.

Der Fahrpersonalmangel verschärft die Situation in der Pandemie zusätzlich. (Foto: NIAG)
Der Fahrpersonalmangel verschärft die Situation in der Pandemie zusätzlich. (Foto: NIAG)
Martina Weyh

Die aktuelle Corona-Variante Omikron stellt Nahverkehrsunternehmen vor große Probleme. In Berlin, Wuppertal und vielen anderen Städten mussten aufgrund von erhöhten Krankheits- und Quarantänefällen beim Fahrpersonal bereits Takte und Fahrten im Linienverkehr reduziert werden.

Die Niederrheinische Verkehrsbetriebe AG (NIAG) versucht mit regionalisierten Notfallplänen die drohende Lage zu beherrschen – im Fall des Falles werden Linienausfälle nicht zu vermeiden sein.

Für den Fall, dass überdurchschnittlich viele Busfahrerinnen und -fahrer erkranken oder von den Gesundheitsbehörden in Quarantäne geschickt werden, könne es passieren, dass die Busunternehmen aus der NIAG Unternehmensgruppe Fahrten leider vorübergehend aussetzen müssen, teilt der Verkehrsbetrieb mit Sitz im Moers mit.

Gezielte Reduzierung von Fahrten

Auf nahezu allen Linien im Raum Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und im Duisburger Westen würden Linien durch die erforderliche Umstrukturierung der Fahrdienste teilweise gezielt ausgedünnt. In der Region sind neben den Schülerinnen und Schülern besonders viele Pendlerinnen und Pendler mit dem ÖPNV unterwegs. Darum sollen sich vorübergehende Einschränkungen möglichst vor allem auf Einsatz- und sogenannte Verstärkerfahrten beschränken.  

In den weiteren Regionen der Kreise Wesel und Kleve soll bevorzugt der Schülerverkehr aufrechterhalten werden. Damit sollen die Schülerinnen und Schüler ihren Schul- und Heimweg verlässlich antreten können. In diesen Regionen wäre damit zu rechnen, dass sich die vorübergehenden Ausfälle auf die späten Vormittage und auf die Abendstunden konzentrieren.

Je nach Krankenstand an den Standorten und Busdepots in Geldern, Goch, Kleve, Moers und Wesel würden hier verstärkt sogenannte Springer von anderen Standorten eingesetzt.

„Ziel ist es, so viele Fahrten wie möglich in dieser außergewöhnlichen Pandemiesituation durchführen zu können“, schreibt das Unternehmen.

Obwohl stetig neue Fahrerinnen und Fahrer im eigenen NIAG-Bildungszentrum ausgebildet würden, bestehe in der Region wie auch deutschlandweit nach wie vor ein erheblicher Mangel an Fahrpersonal. Dieser Sachverhalt verschärfe die Lage in Ausnahmesituationen, wie der Pandemie.

Aktuelle Informationen über ausfallende Fahrten erhalten Fahrgäste in der NIAG-App und auf der NIAG-Homepage.

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