Verkehrswende: Dresden setzt auf eCitaros

Die Dresdner Verkehrsbetriebe AG hat den ersten von insgesamt 20 bestellten Mercedes-Benz-Stromern Anfang Mai im Mannheimer Kundencenter übernommen.

Flottenumbau – der 250. Bus, den das Dresdner Verkehrsunternehmen in der mehr als 30-jährigen Zusammenarbeit mit Daimler übernimmt, ist ein sonnengelber Mercedes-Benz eCitaro, v. r.: Andreas Hemmersbach, Finanz- und Technikvorstand der DVB, mit Rüdiger Kappel, Flottenvertriebsleiter Daimler Buses Deutschland, bei der symbolischen Schlüsselübergabe im Mannheimer Kundencenter. (Foto: Daimler)
Flottenumbau – der 250. Bus, den das Dresdner Verkehrsunternehmen in der mehr als 30-jährigen Zusammenarbeit mit Daimler übernimmt, ist ein sonnengelber Mercedes-Benz eCitaro, v. r.: Andreas Hemmersbach, Finanz- und Technikvorstand der DVB, mit Rüdiger Kappel, Flottenvertriebsleiter Daimler Buses Deutschland, bei der symbolischen Schlüsselübergabe im Mannheimer Kundencenter. (Foto: Daimler)
Martina Weyh

Jubiläum – der 250. Mercedes-Benz-Omnibus, mit dem die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) die Verkehrswende in der sächsischen Landeshauptstadt einläuten, ist ein eCitaro G. Der elektrische Gelenkstromer ist der erste aus einer Bestellung von insgesamt 20 Elektrobussen (18 eCitaro-Gelenkbusse und zwei eCitaro-Solos).

„In diesen neuen Bussen sehen wir die perfekte Ergänzung zu unserer klimafreundlichen Stadtbahnflotte. Zusammen bilden sie die Zukunft des Dresdner Nahverkehrs - elektrisch, leise und modern“, so DVB-Finanz- und Technikvorstand Andreas Hemmersbach mit Blick auf einen der 20 neuen eCitaro.

Rüdiger Kappel, Flottenvertriebsleiter Daimler Buses Deutschland, übergab das Jubiläumsfahrzeug Anfang Mai im Mannheimer Kundencenter an seine Dresdner Kunden.

„Wir liefern nun schon seit über 30 Jahren Busse an die DVB und sind stolz darauf, dass man der Qualität unserer Produkte vertraut. Mit den emissionsfreien E-Bussen wollen wir mithelfen, die Dresdner Innenstadt attraktiver und lebenswerter zu machen“, freut sich Vertriebsleiter Kappel und bezieht sich mit dem Jubiläumsfahrzeug auf den aktuellen DVB-Hashtag „#wirbewegendresden“ - jetzt zum 250. Mal.   

Zusammenarbeit seit über 30 Jahren

Vor genau 32 Jahren war es der Stadtbusklassiker O 405 N, der die Omnibuslinien in der Elbestadt maßgeblich modernisierte. Die erstmals niederflurigen Fahrzeuge, die der Verkehrsbetrieb seinerzeit einsetzte, punkteten bei den Fahrgästen vor allem mit ihrem barrierefreien Konzept und dem geräumigen, hellen Innenraum.

Details zu den Flottenneuzugängen

250 Busse später hat der elektrische Nachfolger im Grunde nur noch die gelbe Farbe mit seinen Vorgängern gemein. Vor allem die Technik entwickelte sich in den Jahren rasant weiter. So werden die neuen Busse nicht mehr von Dieselmotoren angetrieben, sondern von emissionsfreien Elektromotoren. Als Energiespeicher dienen leistungsfähige Nickel-Mangan-Kobalt-(NMC-)Batterien. Betankt werden die Elektrobussse über ausklappbare Pantografen – nachts an Ladestationen im Betriebshof und tagsüber an definierten Endpunkten im Liniennetz. Die im Bus verbaute Steuerung SmartCharge optimiert die Ladeintensität, was nach Angaben des Herstellers die Batterie schont und deren Lebensdauer verlängert.

Heizung und Klimaanlage laufen über eine CO2-Wärmepumpe, die in den Wasserkreislauf der Aggregate eingebunden ist. Im Gegensatz zu elektrisch betriebenen Heizungen mit Gebläse sinkt der Energieverbrauch bei Einsatz der Wärmepumpe, was die Reichweite der Busse vor allem im Winter erhöht. Die integrierte Klimaanlage besitzt antivirale Filter, um nicht nur in Pandemiezeiten die Ansteckungsgefahr im Bus signifikant zu verringern.

Das moderne Infotainment-System an Bord mit zwei kontrastreichen Monitoren spielt Echtzeitinformation zu möglichen Anschlüssen, Tagesnachrichten oder Veranstaltungshinweise aus. Zusätzlich steht den Passagieren freies WLAN-Netz zur Verfügung.

Für die Sicherheit des Fahrpersonals sorgt eine Fahrerschutzscheibe, die Übergriffe verhindern oder zumindest erschweren soll. Klimatisierte Fahrersitze sorgen für weiteren Komfort. Zur Unterstützung und für maximale Sicherheit sind die Fahrerassistenzsysteme Preventive Brake Assist, Sideguard Assist mit an Bord.

Bis zum Sommer 2022 sollen alle 20 georderten eCitaro im Dresdener Linienverkehr auf den Linien 68 und 81 unterwegs sein. Die „68“ gehört zu den nachfragestärksten Buslinien und führt durch das Stadtzentrum. Hier wird der lokal CO2-neutrale Betrieb besonders zum Klimaschutz beitragen. Im Gegensatz dazu besitzt die periphere Linie 81 eine besonders anspruchsvolle Topographie und verbindet die Dresdner Neustadt mit den wichtigen Gewerbe- und Elektronikstandorten im Norden der Stadt.

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