90 Ebusco 2.2 für Berlin

Zuschlag für den niederländischen Bushersteller Ebusco – die Elektrobus-Flotte der Berliner Verkehrsbetriebe wächst mit der neuen Order auf 228 Stromer an.

Bereits im kommenden Sommer soll der erste Ebusco-Stromer ausgeliefert werden. (Foto: Fotomontage Ebusco)
Bereits im kommenden Sommer soll der erste Ebusco-Stromer ausgeliefert werden. (Foto: Fotomontage Ebusco)
Martina Weyh

Heute (21. Dezember) haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) offiziell den Zuschlag an den niederländischen Hersteller Ebusco erteilt und damit die Bestellung von 90 Ebusco 2.2 auf den Weg gebracht – bereits im kommenden Sommer soll der erste E-Solo ausgeliefert werden. Die Berliner Stromerflotte wächst mit der neuen Order auf 228 Elektrobusse an.

Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG: „Mit dieser Bestellung werden wir unsere E-Busse erstmals auch in den Süden und Westen unserer Stadt bringen. Auf den Betriebshöfen Britz und Cicerostraße bauen wir derzeit die entsprechende Ladeinfrastruktur für je 30 E-Busse. Damit können die elektrisch betriebenen Fahrzeuge künftig von drei statt nur vom Betriebshof Indira-Gandhi-Straße einsetzt werden, um sie noch mehr Berliner*innen zugänglich zu machen.“

Details

Die 12 m langen Ebusco 2.2 sind 12 bieten Platz für rund 65 Fahrgäste, bei 32 festen Sitzplätzen. Im Multifunktionsabteil in der Wagenmitte finden Kinderwagen und Rollstühle gesichert Platz. Mit an Bord ist auch ein Infobildschirm, der entgegengesetzt der Fahrtrichtung installiert wird.

Wie bei ihren Vorgängern handelt es sich bei den neuen Bussen um sogenannte Depotlader. Die modernen Batterien haben laut BVG einen nutzbaren Energiegehalt von 419 kWh, damit können die Busse bis zu 290 km ohne Zwischenladung im Linienbetrieb unterwegs sein.

Finanzierung

Das bewilligte Budget für die aktuelle Order einschließlich der benötigten Ladeinfrastruktur liegt bei insgesamt rund 65 Mio. Euro. Einschließlich der bereits beschafften 138 Elektrobusse, stehen bislang Förderbescheide vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Höhe von bis zu rund 52 Mio. Euro zur Verfügung. Die BVG übernimmt nach eigenen Angaben die Kosten, die für vergleichbare Dieselbusse angefallen wären.

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