DB: Busflotte wird modernisiert und der Stromer-Fuhrpark größer

Die Deutsche Bahn hat mit MAN und Ebusco einen Rahmenvertrag geschlossen – von 2023 bis 2026 sollen rund 1.200 Fahrzeuge, darunter 260 Elektrobusse, geliefert werden.

Um 260 Ebusco-Stromer wächst die DB-Elektrobusflotte. (Foto: DB AG/Max Lautenschläger)
Um 260 Ebusco-Stromer wächst die DB-Elektrobusflotte. (Foto: DB AG/Max Lautenschläger)
Martina Weyh

Die Deutsche Bahn (DB) nimmt viel Geld in die Hand – 400 Mio. Euro setzt das Unternehmen ein, um seine Busflotte zu modernisieren. Dazu hat die DB einen Rahmenvertrag mit den Busherstellern MAN und Ebusco abgeschlossen –  MAN liefert die Busse mit Verbrennungsmotor, darunter sowohl Stadtbusse des Typs Lion’s City in allen Längenvarianten als auch Überlandbusse des Typs Lion's Intercity LE. Bei den MAN-Stadtbussen setzt die DB überdies auf eine Vielfalt an Antriebsvarianten: Diesel, CNG und EfficientHybrid. 210 vollelektrische Solos und 50 Gelenkbusse – hauptsächlich das Modell Ebusco 2.2 – kommen vom niederländischen E-Bus-Bauer aus Deurne.

Mit diesen neuen Bussen erhöhen wir stark den Anteil der Fahrzeuge mit elektrischem und Hybridantrieb in unserer Flotte. Damit senken wir signifikant unseren CO₂-Ausstoß und gehen einen weiteren großen Schritt in Richtung klimaneutraler Nahverkehr auch auf der Straße (DB Regio Bus-Chef Frank Klingenhöfer)

Höchste Umweltstandards

Alle Fahrzeuge erfüllen nach DB-Angaben die hohe Umweltstandards: Ein hoher Anteil der Dieselbusse verfügt über einen spritsparenden Hybridantrieb: Die Motoren nach modernster Euro-6e-Norm können auch mit alternativen Kraftstoffen wie HVO betankt werden. Dieser Biokraftstoff wird aus biologischen Abfall- und Reststoffen hergestellt. Die Elektrobusse wiederum sind besonders leise und lokal emissionsfrei unterwegs und kommen standardmäßig ohne fossile Zusatzheizungen aus.

Fahrkomfort und Sicherheit werden großgeschrieben

Die Busse bieten den Fahrgästen hohen Komfort etwa durch eine Klimaanlage, gepolsterte Fahrgastsitze und moderne LED-Innenbeleuchtung. Optional sind auch USB-Ladeanschlüsse an den Sitzen und WLAN möglich. Eine extra große Fläche für Rollstühle, Kinderwagen und E-Scooter sorgt für eine bessere Barrierefreiheit.

Mit an Bord für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sind Abbiegeassistent (warnt vor Verkehrsteilnehmern im toten Winkel), Rückfahrkamera, LED-Scheinwerfer sowie eine Feuerlöschanlage im Motorraum.

Plan B – Rahmenverträge mit Zweitlieferanten

Um etwaigen Lieferengpässen zu begegnen und die Versorgungssicherheit zu verbessern, hat die DB auch Rahmenverträge mit Zweitlieferanten abgeschlossen, die zum Zuge kommen, wenn der Erstlieferant die vorgesehenen Fahrzeuge nicht liefern kann, weil z.B. bestimmte Teile nicht verfügbar sind. Für die Dieselbusse wurde dafür Scania und für die Elektrobusse MAN ausgewählt.

Bei den Vergabekriterien stand die Umweltfreundlichkeit im Fokus

Bei der Vergabe standen unter anderem die Lebenszykluskosten und damit Fahrzeuge mit geringem Kraftstoff- bzw. Stromverbrauch im Fokus. Außerdem hat die DB strenge Maßstäbe an die ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung (CSR) ihrer Partner angelegt und vertraglich verankert.

Über die DB:

Mit rund 420 Mio. Fahrgästen im Jahr 2021 ist die DB nach eigenen Angaben der größte Anbieter im deutschen Busverkehr. DB Regio betreibt mehr als 10.000 Busse in fast 300 Landkreisen und kreisfreien Städten. Damit sichert DB Regio Bus öffentlichen Nahverkehr, Anschluss an die klimafreundliche Schiene und Teilhabe an Mobilität in weiten Teilen Deutschlands. Mehr als 9.000 Mitarbeiter sind täglich für die Fahrgäste im Einsatz. Im Schulterschluss mit den DB-Töchtern ioki und CleverShuttle bringt DB Regio Bus integrierte Mobilität auf die Straße: ioki entwickelt die Kunden- und Fahrer-Apps sowie die digitale Plattform. Die operative Umsetzung sowie den Betrieb steuert CleverShuttle.

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