Offenbach setzt weiter auf Solaris-Stromer

Die OVB stocken ihre Flotte erneut mit Batteriebussen von Solaris auf – mit dem Fahrplanwechsel 2021 werden dann 36 Batteriebusse auf Linie unterwegs sein.

Schrittweiser Einstieg in den Linienbetrieb – Ende diesen Jahres gehen sieben Solaris-Stromer auf Strecke, der Einsatz der jetzt georderten 29 Fahrzeuge ist mit dem Fahrplanwechsel 2021 geplant. (Foto: Jörg Muthorst/OVB)
Schrittweiser Einstieg in den Linienbetrieb – Ende diesen Jahres gehen sieben Solaris-Stromer auf Strecke, der Einsatz der jetzt georderten 29 Fahrzeuge ist mit dem Fahrplanwechsel 2021 geplant. (Foto: Jörg Muthorst/OVB)
Martina Weyh

Die Offenbacher Stadtwerke (OVB) haben sich erneut für die Stromer-Modelle des polnischen Busherstellers Solaris entschieden. 29 Fahrzeuge insgesamt – 20 Solos und neun Gelenkbusse – sollen mit dem Fahrplanwechsel 2021 zum Einsatz kommen. Erstmals hatte der OVB sich im November 2019 für die Batteriebusse von Solaris entschieden und damals sieben Fahrzeuge geordert, die im Dezember dieses Jahres auf Linie gehen, teilt der Verkehrsbetreiber mit.

„Das ist ein weiterer wichtiger Schritt für den öffentlichen Nahverkehr in Offenbach“, betont die Mobilitätsdezernentin Sabine Groß.

Die Umstellung auf Elektromobilität sei nicht nur ein wichtiger Bestandteil des Nahverkehrsplans, sondern auch der Luftreinhaltestrategie der Stadt Offenbach, so Groß.

Neben der Lieferung der Busse ist Solaris auch für den Aufbau der notwendigen Ladeinfrastruktur im OVB-Betriebshof und an zwei Wendeanlagen verantwortlich, der bereits seit 2019 in Gang ist.

Hauptsächlich sollen die Batteriebusse nachts via Pantograf und Ladehaube im OVB-Betriebshof mit Energie betankt werden. Tagsüber ist die Zwischenladung an den zwei Wendeanlagen vorgesehen.

„Schnäppchen“

Nach OVB-Informationen beträgt das Investitionsvolumen für die Beschaffung der 29 Solaris-Stromer rund 17 Mio. – 1,5 Mio. Euro weniger als geplant. Das günstige Ergebnis sei dank hervorragender Verhandlungen in den Bietergesprächen während des Ausschreibungsprozesses erzielt worden. Für den Erwerb erhalten das Verkehrsunternehmen 8,04 Mio. Euro bereits bewilligte Fördermittel vom Bund.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit fördert den Erwerb aus dem Sondervermögen des Energie- und Klimafonds (EKF) mit 80 % der Mehrkosten im Vergleich zu den Kosten eines Dieselbusses. Nach Abzug der Bundesförderung liegen damit die Anschaffungskosten eines E-Busses im Vergleich zum Diesel rund 70.000 Euro höher.

Im Sommer 2019 hatte der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir den Startschuss für die schrittweise Elektrifizierung der Offenbacher Busflotte gegeben. Die erste Tranche mit sieben Stromern und den Aufbau der Ladeinfrastruktur hat das Land Hessen über Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) mit insgesamt 4 Mio. Euro gefördert. Die Kosten für die Busbeschaffung betragen ohne Förderung 4,2 Mio. Euro, die Ladeinfrastruktur für das Betriebsgelände und die beiden Wendeschleifen schlagen mit 2,3 Mio. Euro zu Buche.

Insgesamt fließen rund 12 Mio. Euro Fördermittel in die Elektrifizierung der Offenbacher Busflotte.

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