Coronavirus: AVV stellt auf Ferienfahrplan um

Die neuen Regelungen in Augsburg greifen spätestens kommenden Montag, 16. März.

Schülerverstärkerfahrten entfallen vorerst in Augsburg (Foto: AVV)
Schülerverstärkerfahrten entfallen vorerst in Augsburg (Foto: AVV)
Claus Bünnagel

Im AVV-Gebiet werden sämtliche Busse und Straßenbahnen ab Montag, 16. März, bis auf Weiteres auf den Ferienfahrplan umgestellt. Damit entfallen bei Bus- und Straßenbahnverbindungen Schülerverstärkerfahrten, die in den Fahrplänen mit „S“ gekennzeichnet sind. Um die Beratung und Information der Fahrgäste sicherzustellen und das Ansteckungsrisiko für Fahrgäste und Mitarbeiter zu minimieren, hat der AVV beschlossen, auch die persönliche Beratung und damit auch den Fahrkartenverkauf im Kundencenter am Hauptbahnhof ab Montag einzustellen. Allerdings sind die Mitarbeiter während der üblichen Öffnungszeiten telefonisch (Tel. 0821/157000) und per E-Mail (kundencenter@avv-augsburg.de) für alle Fragen erreichbar. Die genannten Maßnahmen gelten bis auf Weiteres. Sie werden zwischenzeitlich regelmäßig geprüft und bei Bedarf angepasst. Der AVV bittet die Fahrgäste daher, sich möglichst vor Fahrtantritt über die aktuelle Situation zu informieren.

Weitere Maßnahmen

Die bayerischen Verkehrsverbünde haben in enger Abstimmung mit dem Freistaat nun bayernweit gemeinsam beschlossen, vorübergehend den Ticketverkauf durch Fahrer in den Bussen auszusetzen, um eine Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. 

Die Gesundheit steht an erster Stelle – sowohl für die Fahrgäste als auch für das Personal. Deswegen ist es richtig, dass Busfahrer vorerst keine Tickets mehr verkaufen. Der gesamte ÖPNV ist für unsere Gesellschaft von entscheidender Bedeutung. Durch solche und weitere Maßnahmen tragen die Verkehrsunternehmen dazu bei, dass ihre Mitarbeiter gesund bleiben und der ÖPNV damit weiterfährt. (Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer)

In Absprache mit den Aufgabenträgern und den Verkehrsunternehmen wird nun auch im AVV die Sperrung des Vordereinstiegs in allen Bussen im AVV-Gebiet beschlossen, um den Linienverkehr im Verbundgebiet langfristig aufrechterhalten zu können. Gleichzeitig wird der Ticketverkauf durch das Fahrpersonal bis auf weiteres eingestellt. 

Wir wollen damit Personalengpässe beim Fahrpersonal vermeiden, um so das Leistungsangebot im öffentlichen Nahverkehr auch weiterhin vollumfänglich aufrecht zu erhalten. Denn wenn Fahrpersonal mit dem Coronavirus angesteckt wird, müssen wir den Linienverkehr massiv ausdünnen. Auch aus diesem Grund werden ab 16. März die Vordertüren sämtlicher Busse im AVV nicht mehr zum Einstieg geöffnet. (AVV-Geschäftsführer Andreas Mayr)

Die Fahrgäste werden gebeten, über die hinteren Türen ein- und auszusteigen. Auch der Raum zwischen dem Fahrer und der vorderen Tür wird gesperrt. Die Passagiere sind angehalten, sich vor Fahrtantritt an den Fahrscheinautomaten oder online in den Webshops oder den Apps der Verbundpartner (AVV, swa, DB und BRB) ein gültiges Ticket zu lösen.

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