Verkehrswende: Cottbusverkehr setzt auf Wasserstoffbusse

Das Wasserstoffprojekt „Klimaneutraler ÖPNV“ in der Lausitz nimmt Fahrt auf – das Verkehrsunternehmen Cottbusverkehr plant bis 2025 die Anschaffung von elf H2-Bussen. Der Flottenumbau wird im Rahmen der Förderrichtlinie Bus/Schiene des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) mit über 3 Mio. Euro gefördert.

Ralf Thalmann (l.), Geschäftsführer von Cottbusverkehr, und die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Verkehr (BMDV), Daniela Kluckert, bei der Übergabe des Förderbescheides. (Foto: BMDV)
Ralf Thalmann (l.), Geschäftsführer von Cottbusverkehr, und die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Verkehr (BMDV), Daniela Kluckert, bei der Übergabe des Förderbescheides. (Foto: BMDV)
Martina Weyh

Mit einer Förderung von insgesamt 3.124.484 Euro unterstützt das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) Cottbusverkehr bei der Umsetzung des Wasserstoffprojektes „Klimaneutraler ÖPNV“ in der Lausitz. Das Verkehrsunternehmen plant, bis 2025 zunächst elf Wasserstoffbusse zu beschaffen.

Bereits in der kommenden Woche wird Cottbusverkehr einen Wasserstoffbus des polnischen Herstellers Solaris im Linienbetrieb testen – vorrangig auf der Linie 19 zwischen Schlichow und Neu Schmellwitz.

Fahrzeugförderung ist der entscheidende Baustein im Wasserstoffprojekt

Die Fahrzeugförderung sei essentiell, um das Wasserstoffprojekt umzusetzen, betont Ralf Thalmann, Geschäftsführer von Cottbus Verkehr.

„Der Bescheid ist das letzte – und entscheidende – Puzzleteil, um die Dekarbonisierung unserer Omnibusflotte zu beginnen. Uns war immer bewusst, dass wir nur dann Erfolg haben werden, wenn beide Bestandteile – die Tankinfrastruktur und die Fahrzeuge – zusammenkommen. Was die Tankinfrastruktur angeht, konnten wir die notwendigen Fördermittel aus dem Strukturstärkungsgesetz ja bereits im Dezember 2021 mit unserem Projektpartner LEAG sichern und die Planungen vorantreiben. Diese gute Zusammenarbeit hat mit Sicherheit einen großen Beitrag dazu geleistet, dass wir nun auch vom BMDV mit einer Fahrzeugförderung bedacht wurden. Es war sichtbar, dass wir hier gemeinsam den Weg zur Wasserstoffregion gehen wollen und wir sind glücklich, dass wir nun loslegen können“, so Thalmann wörtlich.

Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung

Auch für den Projektpartner LEAG ist die Förderzusage ein positives Signal für den Fortschritt des Regionenprojekts.

„Wir haben damit nun alle Bestandteile dieses wichtige gemeinsame Projekt gesichert, das Vorbildcharakter für die Lausitz und darüber hinaus haben soll“, sagt Frank Mehlow, Leiter Strategische Geschäftsfeldförderung bei der LEAG.

Für die Wasserstoff-Elektrolyseanlage, die unmittelbar an der H2-Tankstelle von Cottbusverkehr entstehen soll, laufe das Genehmigungsverfahren, so Mehlow.

„Wir gehen davon aus, dass wir noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen und im kommenden Jahr bereits den ersten Wasserstoff produzieren können.“

Parallel dazu erfolge der Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung bei der LEAG – das erklärte Ziel sei, mit grünem Wasserstoff einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten. In den kommenden Jahren wolle man den im Verbund mit weiteren Partnern im Bereich der Wasserstoffmobilität noch erweitern.

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