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Alstom: Aptis-Serienbus auf der Busworld

Im Vergleich zum Prototypen sind nach den Kundenerprobungen eine Reihe von Verbesserungen in das Elektrobusmodell eingeflossen.

Der Aptis von Alstom in der Serienversion ist bereits in Brüssel angekommen. (Foto: Alstom)
Der Aptis von Alstom in der Serienversion ist bereits in Brüssel angekommen. (Foto: Alstom)
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Claus Bünnagel

Alstom wird ab Freitag das erste Serienfahrzeug seines Aptis-Elektrobusses auf der Busworld Europe vorstellen (Halle 2/202B). Nach den vier Prototypen, die in den letzten zwei Jahren auf den Straßen vieler französischer und europäischer Städte unterwegs waren, spiegelt sich nicht nur im Design das Feedback von Fahrgästen und Verkehrsunternehmen wider.Das Serienfahrzeug weist im Vergleich zum Prototypen eine reduzierte Teileanzahl und einen leichteren Zugang zu wartungsrelevanten Bereichen auf. Dank eines Lenkradeinschlags von mehr als 40° benötigt der Bus zum Rangieren oder beim Ein- und Ausfahren aus Haltebuchten wenig Platz. Die neue hydraulische Federung bietet zudem mehr Komfort und bessere Geräuschdämmung. Durch das um 15 % reduzierte Gesamtgewicht des Fahrzeugs kombiniert mit neuen, effizienteren Batterien erhöht sich die Reichweite des Busses deutlich. Gleichzeitig steigt die Fahrgastkapazität, während breite Schiebetüren den Fahrgastfluss verbessern. Neu sind auch die Verwendung einer vollelektrischen Wärmepumpe und der erweiterte Panoramasitzbereich im Heck, der den Innenraum größer erscheinen lässt. 

Start der Fertigung Ende 2019

Neben Paris haben sich im Rahmen europaweiter Ausschreibungen für Elektrobusse die Städte Straßburg, Grenoble, La Rochelle und Toulon für den Aptis entschieden. Derzeit werden Hunderte von Fahrern auf das neuartige Fahrzeug geschult. In Straßburg sollen die ersten Einheiten Ende des Jahres den Betrieb aufnehmen. Geplant sind Tests in Spanien mit der bodenbasierten Ladelösung SRS. Bau und Erprobung des Aptis erfolgen an den beiden Alstom-Standorten im Elsass. Der Standort Hangenbieten ist zuständig für die Fertigung der Front- und Heckmodule (Fahrerkabine und hinterer Sitzbereich); der Bau des zentralen Fahrgastmoduls, Endmontage und Testfahrten werden am Standort Reichshoffen durchgeführt. Demnach soll die Serienfertigung ab Ende 2019 beginnen. Vier weitere Alstom-Standorte in Frankreich sind an der Konstruktion und Fertigung des Aptis beteiligt: Saint-Ouen für die Systemintegration, Tarbes für den Antrieb, Ornans für die Motoren und Villeurbanne für die elektronischen Komponenten der Antriebskette.  

SRS statt Pantografen

Um Alstoms elektromobile Vision zu vervollständigen, wird neben dem Aptis auch das Ladesystem SRS auf der Busworld ausgestellt. Dabei handelt es sich um ein bodenbasiertes, konduktives Ladesystem, mit der Busse an ihrer Strecke oder im Depot aufgeladen werden können. Als bodenbasierte Lösung macht SRS Pantografenmasten oder Oberleitungen in Städten überflüssig. Es basiert auf Alstoms statischer SRS-Ladetechnik für Straßenbahnen, einer Lösung, die schon in Nizza im Einsatz ist. Sie wurde an Alstoms Standort Vitrolles entwickelt.

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