Künstler zurück im Kunst Museum Winterthur: Cezanne, van Gogh und Co.

Die Werke der Hahnloser/Jaeggli Stiftung sind nach zehn Jahren Abwesenheit ab dem 23. März wieder zu sehen.

Das Bild von Vincent van Gogh „Le café de nui á arles“ ist Teil der Ausstellung „Bienvenue“ im Kunst Museum Winterthur. (Foto: Hahnloser/Jaeggli Stiftung Kunst Museum Winterthur)
Das Bild von Vincent van Gogh „Le café de nui á arles“ ist Teil der Ausstellung „Bienvenue“ im Kunst Museum Winterthur. (Foto: Hahnloser/Jaeggli Stiftung Kunst Museum Winterthur)
Franziska Neuner

Das Kunst Museum Winterthur (KMW) zeigt mit der Ausstellung „Bienvenue“ ab März die in das renovierte Sammlerhaus Villa Flora zurückgekehrten Kunstwerke aus der Sammlung Hedy und Arthur Hahnloser-Bühler. Sie werden bis zum 5. Januar 2025 zu besichtigen sein.

Sammlung mit Neuerungen

Die Ausstellung entführt die Besucher in die Avantgarde der Jahrhundertwende. Der Geist der französischen Moderne und das damit verbunden Engagement des Sammlerehepaars wird für Kunstliebhaber so sichtbar. Als Neuerung empfängt ein moderner Gartenpavillon die Gäste vor dem Rundgang durch das Museum. Ebenfalls neu ist, dass die gesamte Anlage jetzt für das Publikum geöffnet ist. Damit wird nicht nur der ehemalige Wohntrakt Teil des Museums, sondern auch der Garten für die Öffentlichkeit zugänglich.

Aufbruch in die französische Moderne

Die Ausstellung vermittelt einen Eindruck vom damaligen Aufbruch der französischen Moderne mit Werken der Sammlung Hahnloser-Bühler sowie ausgewählten Leihgaben: vom Impressionismus und Postimpressionismus über Vertreter der Künstlergruppe der Nabis bis hin zu den sogenannten Fauves.

Vorreiter in der Kunst

Neben namhaften Vorreitern wie Vincent van Gogh und Paul Cezanne werden Arbeiten von Henri de Toulouse-Lautrec, Claude Monet, Camille Pissarro, Edouard Manet und Auguste Renoir sowie Werkgruppen der Hahnloser-Künstlerfreunde um Pierre Bonnard, Felix Vallotton, Odilon Redon und Henri Matisse präsentiert. Mit Auguste Rodin und Aristide Maillol wird auch die Skulptur mit einer bedeutenden Auswahl vertreten sein.

Treffpunkt für Freunde

Das Ehepaar Hahnloser-Bühler begeisterte sich früh für die Kunst ihrer Zeit: Werke des Postimpressionismus, der Künstlergruppe Nabis und der Fauves sowie zeitgenössischer Schweizer Künstler wie Ferdinand Hodler und Giovanni Giacometti zählen zu ihrer Sammlung. Mit Felix Vallotton, Pierre Bonnard und anderen Kunstschaffenden ihrer Zeit verbanden sie enge Freundschaften. Die Villa Flora wurde so zu einem Treffpunkt von Kunstschaffenden und -freunden.

Nach Renovierung wiedereröffnet

Die Villa Flora, 1846 erbaut und 1908 von den Architekten Rittmeyer/Furrer im Jugendstil erneuert, war das Wohnhaus des Sammlerehepaares Hedy und Arthur Hahnloser-Bühler. Nach zweijährigen Sanierungsarbeiten wird sie nun wiedereröffnet. Damit soll die Villa neben dem Oskar Reinhart am Stadtgarten und dem Kunstmuseum beim Stadthaus zum dritten Kunststandort in Winterthur werden.