Sonderausstellung im Klimahaus Bremerhaven

Unter dem Titel „Das letzte Eis - Zwei Welten im Wandel“ werden die Auswirkungen der Klimakrise auf die Lebensweise der Menschen in den Schweizer Alpen und in der Eiswelt Alaskas gezeigt.

Beeindruckende Fotos, ergänzende Filme und ein Bildband zur Ausstellung zeigen u. a. am Beispiel des Eisvorkommens, wie rasch sich die Lebensräume für Menschen und Tiere in den dokumentierten Regionen verändern. (Foto: Klimahaus/Manolo Ty)
Beeindruckende Fotos, ergänzende Filme und ein Bildband zur Ausstellung zeigen u. a. am Beispiel des Eisvorkommens, wie rasch sich die Lebensräume für Menschen und Tiere in den dokumentierten Regionen verändern. (Foto: Klimahaus/Manolo Ty)
Martina Weyh

Bedrohte Orte, schwindende Gletscher – am Beispiel der durch die Klimakrise veränderten und bedrohten Lebenswelten in den Schweizer Alpen und Alaska zeigt die Sonderausstellung „Das letzte Eis - Zwei Welten im Wandel“ im Klimahaus Bremerhaven exemplarisch, die dramatischen Folgen der steten Erwärmung.

Im Mittelpunkt der Schau, die vom 28. Juli bis zum 30. Dezember zu sehen ist, werden zwei Orte eingehend betrachtet: In der Schweiz das Dorf Isenthal, das vom Rückgang des Blüemlisalpfirn-Gletschers direkt in seiner Wasserversorgung betroffen ist, sowie die kleinen Siedlungen Savoonga auf St. Lawrence Island in der Beringsee und Nome auf dem Festland Alaskas; zwei Orte, die durch das Schmelzen des arktischen Meereises bedroht sind.

Ausdruckstarke Fotos, Filme und kurze Texte über die Lebenssituation der dort meist noch sehr traditionell lebenden Menschen bieten tiefe Einblicke in eine sich durch den Klimawandel rasant verändernde Umwelt.

So sind die Yupik, die abgeschieden und autark auf St. Lawrence Island, Alaska leben und bis heute an ihrer Selbstversorgung durch Jagd und Fischerei festhalten, durch den Klimawandel und das damit verbundene Schmelzen des Permafrostbodens sowie des arktischen Meereises in der Beringsee zunehmend in ihrer Lebensweise bedroht.

Besonders die junge Generation steht damit alltäglich zwischen zwei Welten: den vermittelten Werten der Eltern und Großeltern und denen der US-amerikanischen Moderne mit Internet, Soft-Drinks und Social Media, die auch am scheinbaren Ende der Welt unerbittlich Einzug halten. 

Auf den Bergbauernhöfen, die den Ort Isenthal in der Schweiz umgeben, arbeiten viele landwirtschaftliche Betriebe auch heute noch ohne Strom. Sowohl die Käseherstellung als auch das händische Mähen der am höchsten gelegenen Weiden sind fotografisch eindrucksvoll dokumentiert.

Daneben beleuchtet die Ausstellung das Verschwinden des Blüemlisalpfirn-Gletschers und die damit einhergehenden Auswirkungen und Gefahren für die dort ansässigen Menschen, wie zunehmende Steinschläge, Erdrutschungen, Murgänge und eine voranschreitende Wasserknappheit.

Das Klimahaus ist täglich bis 19 Uhr geöffnet, ab September bis 18 Uhr. Die Eintrittspreise sind gestaffelt. Für Gruppen gibt es spezielle Konditionen. Mehr Informationen hier »

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