Neues Böckstiegel-Museum öffnet Ende August im westfälischen Werther

Die Eröffnungsausstellung „Ausdruck seines Ursprungs“ zeigt 70 Werke aus dem Nachlass.

Der Museums-Neubau fügt sich harmonisch in die Landschaft. (Foto: Norbert Barlmeyer, nrw-tourismus)
Der Museums-Neubau fügt sich harmonisch in die Landschaft. (Foto: Norbert Barlmeyer, nrw-tourismus)
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Martina Weyh

Peter August Böckstiegel, 1889 in Werther-Arrode geboren und dort 1951 gestorben, gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts und als wichtiger Vertreter des Westfälischen Expressionismus. Eine deutliche Zäsur erfuhr sein Schaffen in der Zeit des Dritten Reiches. Zwar wurde Böckstiegel nicht mit einem Ausstellungsverbot belegt, seine Werke wurden jedoch zur "entarteten Kunst erklärt, abgehängt, zurückgewiesen, beschlagnahmt und teilweise zerstört.

Neues und altes Museum

Da das unter Denkmalschutz stehende Geburtshaus des Künstlers, das seit 2008 als Museum diente, zu klein für die Vielzahl der Exponate und den Besucherandrang wurde, beschloss der Kreis Gütersloh anlässlich des 125. Geburtstag von Böckstiegel einen Ergänzungsbau auf dem Grundstück des Künstlerhauses.

Der fast vollendete Museumsneubau fügt sich harmonisch in die Landschaft und bietet genügend Platz für den 1.300 Werke umfassenden Nachlass. Neben dem aus einer Vielzahl von Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Mosaiken, gestalteten Fensterbildern, Skulpturen, Reliefs und farbigen Möbeln bestehenden Vermächtnis von Böckstiegel, kann auch das von ihm künstlerisch gestaltete Geburtshaus ab Ende August wieder besichtigt werden.

Weitere Informationen hält die Website des Museums bereit.