Deutsches Bergbau-Museum eröffnet mit zwei neuen Rundgängen

Nach rund zweijährigem Umbau eröffnet das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum mit der ersten Hälfte einer neuen Dauerausstellung.

Zwei von insgesamt vier neuen Rundgängen erwarten die Besucher ab kommenden Januar. (Foto: Deutsches Bergbau-Museum)
Zwei von insgesamt vier neuen Rundgängen erwarten die Besucher ab kommenden Januar. (Foto: Deutsches Bergbau-Museum)
Martina Weyh

Die erste Hälfte der neuen Dauerausstellung im Deutschen Bergbau-Museum öffnet ab Januar Ihre Pforten. Auf zwei neuen Rundgängen erfahren Besucher Einzelheiten aus der Geschichte der deutschen Steinkohle sowie aus der weltweiten Entwicklung des Bergbaus.

Rundgang eins „Vom Karbonwald bis zur Grundwasserpumpe“ vermittelt die Geschichte des deutschen Steinkohlebergbaus. In den neu gestalteten Ausstellungsräumen erwartet den Besucher ein im Zuge des Umbaus aufwendig präparierter 306 Millionen Jahre alter Wurzelstock aus dem Karbonzeitalter und ein raumfüllendes Ölgemälde von Willi Kukuk aus dem Jahr 1923, das die Landschaft zur Steinkohlezeit abbildet und erstmals im Museum gezeigt wird. Im weiteren Verlauf des Rundgangs werden mithilfe von rund 600 Objekten die technischen Entwicklungen, sozialen Errungenschaften sowie gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhänge rund um die Steinkohle in Deutschland aufgezeigt.

Unter dem Titel „Von der Steinzeit bis zum extraterrestrischen Bergbau“ beleuchtet der zweite Rundgang das Verhältnis der Menschen zu dem ihn begleitenden Rohstoff. Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung haben sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert. Anhand von rund 1.150 Objekten wird die Geschichte des Bergbaus von der Steinzeit über die Antike und das Mittelalter, der frühen Neuzeit über die Industrialisierung bis in die Gegenwart erzählt. Im Sommer 2019 sollen zwei weitere Rundgänge zu den Themen Bodenschätze sowie Kunst und Kultur im Bergbau das neue Dauerausstellungskonzept komplettieren.

Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum ist aufgrund seiner Größe und vielen Originalmaschinen sowie nachgebauten Schauplätzen eins der bedeutendsten Bergbau-Museen der Welt und eines von acht deutschen Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft. Anschauungsbergwerk, Seilfahrtsimulator und Fördergerüst gehören ebenso zu den Besucherhighlights wie die Möglichkeit, echte Bergmänner anzutreffen, die aus ihrer Zeit als Hauer, Gruben-, Elektro- oder Maschinensteiger berichten.

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