Mecklenburg-Vorpommern setzt Tourismusbeauftragten ein

Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Tourismusverbandes MV, führt das Amt in Doppelfunktion aus und soll zentrale Zukunftsprojekte leiten.

Mecklenburg-Vorpommern hat als erstes Bundesland einen Tourismusbeauftragten. Tobias Woitendorf soll in dieser Funktion als Mittler zwischen den Akteuren im MV-Tourismus und der Landespolitik agieren. Zu seinen Kernaufgaben gehört die ressortübergreifende Umsetzung der Landestourismuskonzeption und definierter Schlüsselprojekte. (Foto: TMV/Gohlke)
Mecklenburg-Vorpommern hat als erstes Bundesland einen Tourismusbeauftragten. Tobias Woitendorf soll in dieser Funktion als Mittler zwischen den Akteuren im MV-Tourismus und der Landespolitik agieren. Zu seinen Kernaufgaben gehört die ressortübergreifende Umsetzung der Landestourismuskonzeption und definierter Schlüsselprojekte. (Foto: TMV/Gohlke)
Martina Weyh

Mecklenburg-Vorpommern (MV) hat als erstes Bundesland einen Tourismusbeauftragten ins Amt berufen – mit Tobias Woitendorf wird ein erfahrener und vernetzter Tourismusakteur die Arbeit als Tourismusbeauftragter des Landes in Doppelfunktion mit seiner bisherigen Tätigkeit als Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern ausführen.

Die ressortübergreifende Umsetzung der Landestourismuskonzeption und definierter Schlüsselprojekte zählt zu den Kernaufgaben dieser neuen Funktion.

„Tobias Woitendorf ist ein ausgewiesener Fachmann. Er hat ein hohes Ansehen in der Branche und auch in der Landespolitik, über Parteigrenzen hinweg. Er ist verlässlich und voller Ideen. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam mit ihm den Tourismus im Land weiter stärken werden“, so Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Umfangreiches Aufgabenportfolio

Der Tourismusbeauftragte soll als Mittler zwischen den Akteuren im MV-Tourismus und der Landespolitik agieren. Er berät die Landesregierung, berichtet direkt an den Wirtschaftsminister und begleitet die für die Tourismuspolitik und -entwicklung in MV zentralen Zukunftsprojekte. Hierzu zählen Vorhaben wie ein Tourismusgesetz, eine tragfähige Tourismusfinanzierung, die Stärkung der Reiseregionen in MV sowie das Steuern in Richtung eines nachhaltigen, sozialen und qualitativ orientierten Tourismus.

Das geplante Gesetz – es wäre das erste in Deutschland – soll die Tourismusfinanzierung auf eine stabile Grundlage stellen und die Strukturen auf lokaler und regionaler Ebene nachhaltig sichern. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern unterschiedlicher Organisationen und Ebenen soll den Prozess begleiten.

Darüber hinaus soll die in der Koalitionsvereinbarung vorgesehene Zukunftsagentur Mecklenburg-Vorpommern (ZAG MV) vom neuen Tourismusbeauftragten vorbereitet und unter den dafür relevanten Akteuren und Institutionen beraten werden. Die ZAG MV soll nach 2024 relevante Kommunikationsstrukturen zusammenführen, eine kommunikative Gesamtaussage für MV entwickeln sowie Marketingkompetenz mit Ansiedlungs- und Wirtschaftsförderungsexpertise vereinen.

Zur Unterstützung des Tourismusbeauftragten wird eine schlanke Struktur als Projektgruppe mit Anbindung an das Wirtschaftsministerium geschaffen und darüber hinaus eine zusätzliche Vollzeitstelle für eine Führungskraft beim Landestourismusverband eingerichtet.

Neuer Beirat für Tourismus

Die touristische Interessenvertretung soll künftig über einen neuen Beirat für Tourismus gewährleistet werden. Dieser bündelt, strukturiert und artikuliert die tourismuspolitischen Anliegen von Regionen, Städten, Fachverbänden und touristischen Organisationen in MV.

Das bisherige Steuerungsgremium der Landestourismuskonzeption wird mit seinen Mitgliedern und Aufgaben in den Beirat Tourismus integriert. Der Beirat wird vom Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, Reinhard Meyer, geleitet.

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