DRV trauert um Ehrenpräsident Otto Schneider

Der langjährige Präsident des Branchenverbandes ist im Alter von 92 Jahren gestorben.

Auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben verfolgte Otto Schneider als DRV-Ehrenpräsident aufmerksam, wie der Verband auf die vielfältigen Probleme der Branche reagierte. (Foto: privat)
Auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben verfolgte Otto Schneider als DRV-Ehrenpräsident aufmerksam, wie der Verband auf die vielfältigen Probleme der Branche reagierte. (Foto: privat)
Martina Weyh

14 Jahre lang hat Otto Schneider die Geschicke des Deutschen Reiseverbandes (DRV) als Präsident verantwortet, 1994 wurde er zum Ehrenpräsident ernannt – jetzt ist Otto Schneider 92-jährig gestorben.

„Wir danken Otto Schneider für sein außerordentliches und unglaubliches Engagement für die gesamte Reisebranche. Für seine Verdienste gebührt ihm unser aufrichtiger Dank, unsere Hochachtung und unser uneingeschränkter Respekt“, würdigt DRV-Präsident Norbert Fiebig den verstorbenen Branchenexperten.

Ein Leben für die Tourismusbranche

Otto Schneider habe sich bis ins hohe Alter mit ganzem Herzen und großem Erfolg für die Belange der deutschen Tourismuswirtschaft eingesetzt. Schneider zählt zu den Gründervätern des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW). Als DRV-Präsident war er von 1980 bis 1986 ehrenamtlich für den Branchenverband tätig; von 1986 bis 1994 hat er diese Funktion hauptamtlich wahrgenommen.

Parallel dazu war er Vorsitzender des Kuratoriums der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) Berlin, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Willy Scharnow-Stiftung, Mitglied des Tourismusbeirats beim damaligen Bundesminister für Wirtschaft, des Deutschen Fremdenverkehrs-Präsidiums, des Verwaltungsrats der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) sowie in zahlreichen weiteren Aufsichts- und Beiräten. Auf ihn geht die Gründung des Tourismus-Ausschusses im Deutschen Bundestag zurück. Er hat zudem regelmäßige parlamentarische Treffen eingeführt, die Gründung der ECTAA in Brüssel begleitet und war dort auch im Vorstand, ebenso wie im Vorstand des damaligen Weltreisebüroverbandes UFTAA.

Werdegang

Am 24. Januar 1929 in Bremen geboren, startete Otto Schneider seine Laufbahn als kaufmännischer Lehrling in einer Überseespedition mit angeschlossenem Reisebüro. Bereits mit Anfang zwanzig leitete er dort die Passage- und Luftfrachtabteilung. Im Anschluss übernahm Otto Schneider eine Reederei-Vertretung in München und wechselte 1957 als Geschäftsführer zur Schifffahrt- und Luftfahrtagentur Paul Günther nach Frankfurt am Main. Die Firma übernahm er 1962 als geschäftsführender Gesellschafter und benannte sie in Übersee-Reisebüro um. Nach dessen Verkauf kehrte Otto Schneider 1970 als Geschäftsführer der Hapag-Lloyd-Reisebüro-Kette nach Bremen zurück, bevor er 1986 ganz in die Dienste des DRV trat, den er bereits seit 1980 ehrenamtlich geführt hatte.

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