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„Gemeinsam Zukunft gestalten“: 15. Mitteldeutscher Omnibustag

Omnibusunternehmer in Thüringen und Sachsen stehen vor zahlreichen Herausforderungen und kämpfen gemeinsam für eine Gleichbehandlung der Verkehrsträger.

Acht Busfahrerinnen und 16 Busfahrer aus Thüringen wurden im Rahmen des 15. Mitteldeutschen Omnibustages in Gera mit der Ehrennadel „Sicher & Unfallfrei“ ausgezeichnet. (Foto: Celina Wüst)
Acht Busfahrerinnen und 16 Busfahrer aus Thüringen wurden im Rahmen des 15. Mitteldeutschen Omnibustages in Gera mit der Ehrennadel „Sicher & Unfallfrei“ ausgezeichnet. (Foto: Celina Wüst)
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Martina Weyh

Für die klimafreundliche Mobilität sei der Bus unverzichtbar, so das Credo der diesjährigen Veranstaltung. Der Omnibus wird eine entscheidende Rolle im zukünftigen Mobilitäts-Mix spielen, dafür setzen sich Helmut Jetschke, Vorsitzender des Landesverbandes Sächsischer Omnibus- und Touristikunternehmer e. V. (LSOT), und Mario König, Vorsitzender des Verbandes Mitteldeutscher Omnibusunternehmer e. V. (MDO) beharrlich ein.

Beim Omnibustag in Gera am vergangenen Wochenende diskutierten rund 100 Vertreter der Branche über Zukunftskonzepte und sind überzeugt, dass die hochgesteckten Klimaziele nur mit dem Bus erreichbar sind. Auch das breitgefächerte Linienbusangebot in der Stadt und der Region zu bürgerfreundlichen Tarifen sei nur durch dessen Einsatz haltbar.

Fahrer dringend gesucht

 

Auch die Suche nach geeignetem Fahrpersonal stellt für die Branche eine weitere Herausforderung dar. Von der Politik erhoffe an sich, dass der Zugang und das Image zu diesem nach wie vor attraktiven Beruf zu erleichtert werde, betonten Mario König und sein sächsischer Kollege Helmut Jetschke. Arbeitsbedingungen und Lohnhöhe müssten zusammen gedacht und entwickelt werden. Das beginne bei den Umläufen der Busse und den Schichtzeiten. Nur zusammen mit den ÖPNV-Planern der Landkreise werde die Branche langfristig attraktiv gegenüber der Industrie sein und junge Leute in den Beruf des Busfahrers locken können, sind die Branchenvertreter überzeugt.

 

24 Thüringer Fahrerinnen und Fahrer ausgezeichnet

Das große Engagement der privaten Beförderungsunternehmen in Sachen Sicherheit zeigte sich auch in diesem Jahr bei der Fahrerauszeichnung „Sicher und unfallfrei“. Im Rahmen des 15. Mitteldeutschen Omnibustages acht Fahrerinnen und 16 Fahrer vom Verband Mitteldeutscher Omnibusunternehmer (MDO) für ihr vorbildliches Verhalten im Straßenverkehr geehrt.

Die Auszeichnung erfolgte in drei Stufen: für fünf, zehn oder mindestens 15 Jahre hauptberuflich unfallfreies Fahren. Zudem müssen sich die Busfahrerinnen und -fahrer während dieser Zeit durch umsichtiges Verhalten hervorgetan und mindestens an einer Fahrerschulung in den letzten zwei Jahren teilgenommen haben.

Flankiert wurde der Mitteldeutsche Omnibustag von einer Ausstellung, in der rund 50 Fahrzeughersteller und Dienstleister technische Neuheiten, innovative Dienstleistungen und Angebote rund um den Bus präsentierten.

Nach Angaben der Verbände sind in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen rund 370 Millionen Fahrgäste pro Jahr mit dem Bus unterwegs. Das hochwertige Linienangebot stellen private und kommunale Omnibusunternehmen mit 7.500 Bussen und 10.000 Mitarbeitern. Zurzeit testet die Branche neue Technologien und Angebote rund um die Digitalisierung.

„Irgendwann werden die Politiker froh sein, dass es noch private Betreiber von Linienbussen gibt, und zwar vor allem im ländlichen Raum“, unterstrich Mario König, Vorsitzender des Verbandes Mitteldeutscher Omnibusunternehmer (MDO) und Mitglied im Vorstand des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer (bdo).

Zu wenig Fördergelder auf dem Weg in die E-Mobilität und für die notwendige Digitalisierung

Die Mitteldeutschen Busunternehmer beklagen, dass den hohen Investitionen in E-Mobilität keine ausreichenden Fördertöpfe gegenüberstehen, welche die Wirtschaftlichkeit herstellen könnten. Ungeklärt sei auch die Beschaffung „grüner Energie“ im benötigten Umfang, deren Speicherung und Verteilung an die vielen Betriebshöfe.

Ebenso fehle es in Sachen Digitalisierung an notwendigen Fördergeldern. Auch hier stelle sich die Frage nach der Unterstützung durch die Politik für die hohen Investitionen der Busbranche im Bereich Online-Ticketing und On-Demand-Verkehre.

Fahrer dringend gesucht

Auch die Suche nach geeignetem Fahrpersonal stellt für die Branche eine weitere Herausforderung dar. Von der Politik erhoffe an sich, dass der Zugang und das Image zu diesem nach wie vor attraktiven Beruf zu erleichtert werde, betonten Mario König und sein sächsischer Kollege Helmut Jetschke. Arbeitsbedingungen und Lohnhöhe müssten zusammen gedacht und entwickelt werden. Das beginne bei den Umläufen der Busse und den Schichtzeiten. Nur zusammen mit den ÖPNV-Planern der Landkreise werde die Branche langfristig attraktiv gegenüber der Industrie sein und junge Leute in den Beruf des Busfahrers locken können, sind die Branchenvertreter überzeugt.

24 Thüringer Fahrerinnen und Fahrer ausgezeichnet

Das große Engagement der privaten Beförderungsunternehmen in Sachen Sicherheit zeigte sich auch in diesem Jahr bei der Fahrerauszeichnung „Sicher und unfallfrei“. Im Rahmen des 15. Mitteldeutschen Omnibustages acht Fahrerinnen und 16 Fahrer vom Verband Mitteldeutscher Omnibusunternehmer (MDO) für ihr vorbildliches Verhalten im Straßenverkehr geehrt.

Die Auszeichnung erfolgte in drei Stufen: für fünf, zehn oder mindestens 15 Jahre hauptberuflich unfallfreies Fahren. Zudem müssen sich die Busfahrerinnen und -fahrer während dieser Zeit durch umsichtiges Verhalten hervorgetan und mindestens an einer Fahrerschulung in den letzten zwei Jahren teilgenommen haben.

Flankiert wurde der Mitteldeutsche Omnibustag von einer Ausstellung, in der rund 50 Fahrzeughersteller und Dienstleister technische Neuheiten, innovative Dienstleistungen und Angebote rund um den Bus präsentierten.

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