Fahrermangel: Hohe Führerscheinkosten sind ein Teil des Problems

Die mitteldeutschen Busunternehmer klagen über fehlende Fachkräfte und die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Branche.

Der Erwerb des Bus-Führerscheins ist in Deutschland ein teures Unterfangen – mit ca. 10.000 Euro muss man rechnen, sagt MDO-Chef Mario König. (Foto: pixabay/Hans Braxmeier)
Der Erwerb des Bus-Führerscheins ist in Deutschland ein teures Unterfangen – mit ca. 10.000 Euro muss man rechnen, sagt MDO-Chef Mario König. (Foto: pixabay/Hans Braxmeier)
Martina Weyh

Fachkräfte fehlen, speziell Fahrer und Fahrerinnen, so der Vorsitzende des Verbandes Mitteldeutscher Omnibusunternehmer (MDO), Mario König. Einen Grund, warum es so schwierig ist, neues Fahrpersonal zu gewinnen, sieht der MDO-Chef in den im Vergleich zu anderen Ländern hohen Führerscheinkosten.

„In der Regel kann man mit ca. 10.000 Euro rechnen für einen Busschein“, so König.

Zudem dürfe der Bus-Führerschein in Deutschland – bis auf einige Ausnahmen – erst ab dem 24. Lebensjahr erworben werden. Viele Berufsinteressenten gingen jedoch schon mit 16 Jahren von der Schule und seien bereit für eine Ausbildung, die ihnen hier aber verwehrt sei.

Auch die Corona-Pandemie stelle für den Busverkehr nach wie vor eine Herausforderung dar – der ÖPNV habe weiter mit Fahrgastverlusten zu kämpfen, auch wenn es bislang bei den Thüringer Busunternehmen keine Insolvenzen gegeben habe, sagte König.

Auf dem am 9. und 10. November stattfindenden Mitteldeutschen Omnibustag in Gera wird neben der Mobilitätswende auch die Gewinnung von Fachpersonal ein wichtiges Thema auch der Tagesordnung sein. Beim Branchentreffen werden rund 150 Teilnehmer erwartet.

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