VDV schlägt „Klimaticket“ für 69 Euro vor

Die Anschlusslösung für das 9-Euro-Ticket sei zum 1. September umsetzbar.

Für zahlungswillige Umsteiger vom Auto auf den ÖPNV soll das 69-Euro-Ticket als Nachfolger des 9-Euro-Tickets ein attraktives Angebot darstellen. (Foto: Deutsche Bahn AG/Max Lautenschläger)
Für zahlungswillige Umsteiger vom Auto auf den ÖPNV soll das 69-Euro-Ticket als Nachfolger des 9-Euro-Tickets ein attraktives Angebot darstellen. (Foto: Deutsche Bahn AG/Max Lautenschläger)
Claus Bünnagel

Der VDV hat ein bundesweit gültiges ÖPNV-„Klimaticket“ für 69 Euro pro Monat als einfache Fahrtberechtigung der 2. Klasse vorgeschlagen. Die Branche sei in der Lage, dieses ab dem 1. September anzubieten. Dafür bräuchte sie allerdings sehr schnell den entsprechenden Auftrag seitens der Politik. In einem zweiten Schritt für den 1. Januar 2023 könnten dann weitere Varianten vorbereitet werden.

Das Klimaticket für 69 Euro würde Mehraufwendungen von etwa 2 Mrd. Euro pro Jahr nach sich ziehen, die getragen werden müssen, so der Verband. Über das Verfahren des ÖPNV-Rettungsschirms ließe sich dieses bis Ende des Jahres einfach umsetzen. Für das neue Jahr bräuchte es dann eine neue Regelung.

Die Entwicklung und Dynamik, die das 9-Euro-Ticket genommen hat, hat mit der bundesweiten Ticketgültigkeit und dem Umstand, dass 48 % der Bürger ein solches Ticket in der Tasche haben, eine Situation geschaffen, hinter der wir nicht mehr zurückgehen können, zumal die Beweggründe – Entlastung der Bürgerinnen und Bürger zu Gunsten einer klimafreundlichen Mobilität – mehr denn je bestehen. Allen Entscheidungsträgern war von Anfang an klar, dass der Signalpreis von 9 Euro nicht länger als drei Monate finanzierbar sein wird – auch angesichts der stark gestiegenen Energie-, Personal- und Materialkosten bei den Verkehrsunternehmen. (VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff)

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