PlusBus & TaktBus sorgen für bessere Verbindungen im Landkreis Hildburghausen

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 wurden drei Regionalbuslinien des Verkehrsunternehmens WerraBus GmbH im thüringischen Landkreis Hildburghausen als PlusBus- bzw. TaktBus-Linien zertifiziert. Die Linie 200 erfüllt die PlusBus-, die länderübergreifenden Linien 205 und 219 nach Bayern die TaktBus-Kriterien.

Der PlusBus garantiert an Werktagen einen regelmäßigen Verkehr im Stundentakt, sowohl in den Schul- als auch in den Ferienzeiten. Zudem verkehrt er am Wochenende und an Feiertagen mindestens im festen Zweistundentakt. Der TaktBus ist an Wochentagen mindestens im Zweitstundentakt unterwegs, im Bild v.l.n.r.: Dirk Lindner, stellvertretender Landrat des Landkreises Hildburghausen, WerraBus-Geschäftsführerein Susanne Gaurun, und Tilman Wagenknecht, Geschäftsführer von Bus & Bahn Thüringen e. V. (Foto: WerraBus)
Der PlusBus garantiert an Werktagen einen regelmäßigen Verkehr im Stundentakt, sowohl in den Schul- als auch in den Ferienzeiten. Zudem verkehrt er am Wochenende und an Feiertagen mindestens im festen Zweistundentakt. Der TaktBus ist an Wochentagen mindestens im Zweitstundentakt unterwegs, im Bild v.l.n.r.: Dirk Lindner, stellvertretender Landrat des Landkreises Hildburghausen, WerraBus-Geschäftsführerein Susanne Gaurun, und Tilman Wagenknecht, Geschäftsführer von Bus & Bahn Thüringen e. V. (Foto: WerraBus)
Martina Weyh

Drei Regionalbuslinien des Verkehrsunternehmens WerraBus GmbH im thüringischen Landkreis Hildburghausen sind zum Fahrplanwechsel im Dezember vergangenen Jahres als PlusBus- bzw. TaktBus-Linien zertifiziert worden. 

Verlässliche Verbindungen

PlusBus- und TaktBus-Linien sind Omnibuslinien, die einheitliche Kriterien für eine hohe Angebotsqualität im Regionalverkehr garantieren, z. B. regelmäßigen Taktverkehr, einen direkten Linienweg und eine zeitnahe Bus-Bahn-Verknüpfung. So gewährleistet der PlusBus an Werktagen sowohl in den Schul- als auch in den Ferienzeiten einen regelmäßigen Verkehr im Stundentakt. Darüber hinaus verkehrt der PlusBus am Wochenende und an Feiertagen mindestens im festen Zweistundentakt. Als „kleiner Bruder“ des PlusBus fährt der TaktBus an Wochentagen mindestens alle zwei Stunden.

„Wir hoffen, dass mehr Komfort und bessere Anschlussmöglichkeiten dazu beitragen, dass noch mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen“, so WerraBus-Geschäftsführerin Susanne Gaurun.

Die Zertifizierung sei nicht nur ein Qualitätsversprechen gegenüber den Fahrgästen, sondern auch ein wesentlicher Baustein, um im ÖPNV verlässliche Angebote als Alternative zum Auto zu schaffen und die Fahrgastzahlen zu erhöhen. Die Etablierung von PlusBus- und TaktBus-Linien sei ein wichtiger Schritt zur Klima- und Mobilitätswende, um die politischen Nachhaltigkeitsziele umzusetzen, heißt es in der begleitenden Pressemitteilung.

Zertifizierungen machen ÖPNV attraktiver

Gründer der Initiative und Inhaber der Marken PlusBus und TaktBus ist die Mitteldeutsche Verkehrsverbund GmbH (MDV). Die Durchführung und Kontrolle des Zertifizierungsverfahrens sowie die begleitende Marketingkampagne erfolgen in Thüringen durch Bus & Bahn Thüringen e. V., der die alleinigen Rechte dafür besitzt.

Gelder aus der ÖPNV-Kooperationsförderung

Mit der Zertifizierung der drei Buslinien im Landkreis Hildburghausen wird eine Reihe von Zertifizierungen in Thüringen in den letzten zwei Jahren fortgesetzt. Der Freistaat Thüringen unterstützt dabei die Verkehrsunternehmen und die Kooperation Bus & Bahn Thüringen e. V. mit Mitteln aus der ÖPNV-Kooperationsförderung.

Bei der Übergabe der Zertifizierungsurkunde am 6. Februar in Hildburghausen betonte Dirk Lindner, stellvertretender Landrat des Landkreises Hildburghausen, die immense Bedeutung des ÖPNV für die Region:

„Ohne Überlandlinienbusse wäre unser Landkreis um vieles ärmer … Unser Ansporn ist es, in den kommenden Jahren das Liniennetz im Landkreis Hildburghausen im Sinne eines integralen Taktfahrplans zu optimieren und so weitere Linien auf den PlusBus- bzw. TaktBus-Standard auszubauen.“

Für den ÖPNV sei allerdings eine erheblich verbesserte Finanzierung notwendig, damit deutlich mehr solcher Qualitätslinien entstehen können, mahnt Tilman Wagenknecht, Geschäftsführer von Bus & Bahn Thüringen e.V. an.

„Die notwendige Verkehrswende erfordert einen umgehenden Ausbau des ÖPNV-Angebotes. Dazu brauchen die Unternehmen und Landkreise vorrangig Geld vom Freistaat Thüringen. Ideen, wie das Geld sinnvoll zum Wohle der Bevölkerung eingesetzt wird, haben die Verkehrsunternehmen genügend“, so Wagenknecht.

Mehr Informationen unter www.plusbus-taktbus.de.