Baden-Württemberg: „Innovationsoffensive Öffentliche Mobilität“

Um den ÖPNV in ländlichen Räumen zu stärken, unterstützt das Land in den kommenden fünf Jahren fünf ausgewählte Landkreise mit bis zu maximal 1,8 Mio. Euro.

Künftig soll mit einer Kombination aus Linien- und Bedarfsverkehren ein attraktives Angebot im Stundentakt von frühmorgens bis spätabends sichergestellt werden. Dabei sollen auch neue Angebotsformen wie Rufbusse und Sammeltaxis eingesetzt werden. (Foto: pixabay)
Künftig soll mit einer Kombination aus Linien- und Bedarfsverkehren ein attraktives Angebot im Stundentakt von frühmorgens bis spätabends sichergestellt werden. Dabei sollen auch neue Angebotsformen wie Rufbusse und Sammeltaxis eingesetzt werden. (Foto: pixabay)
Martina Weyh

Den ÖPNV auf dem Land nach vorne bringen, ist das erklärte Ziel der „Innovationsoffensive Öffentliche Mobilität“ in Baden-Württemberg.  Denn gerade im ländlichen Raum braucht es neue und flexible Angebotsformen.

Fünf Pilotregionen werden unterstützt

Um das Ziel eines landesweiten Grundangebotes im öffentlichen Personennahverkehr von frühmorgens bis spätabends im Stundentakt zu verwirklichen, hatte das Ministerium für Verkehr im Sommer 2020 die Förderung zur Ausweitung des ÖPNV-Angebots veröffentlicht. Als Pilotregionen wurde die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Freudenstadt, Schwäbisch Hall sowie der Alb-Donau-Kreis ausgewählt, die für die Dauer von fünf Jahren durch das Verkehrsministerium mit bis zu maximal 1,8 Mio. Euro gefördert werden.

Die ausgewählten Landkreise verfolgen dabei allesamt eigene Modellansätze, die sich an den regionalen Gegebenheiten orientieren. Zudem haben die Puilotregionen zugesichert, die neuen Verkehrsleistungen für mindestens acht Jahre zu betreiben. Die Buchung der Fahrten muss per Telefon und Web-/App-basierten Buchungskanälen möglich sein. Außerdem ist ein barrierefreier Zugang zu den einzusetzenden Fahrzeugen sicherzustellen.

„Wir müssen den öffentlichen Nahverkehr in den nächsten Jahren deutlich ausbauen. So kann der Verkehrssektor einen wirksamen Beitrag am Klimaschutz leisten. Dafür brauchen wir mehr Züge, Busse und bessere Takte im ganzen Land. Aber: Gerade im ländlichen Raum brauchen wir auch neue und flexible Angebotsformen des öffentlichen Verkehrs.“ (Verkehrsminister Winfried Hermann)

Attraktives Angebot durch eine Kombination aus Linien- und Bedarfsverkehren

Das grundlegende Ziel, künftig mit einer Kombination aus Linien- und Bedarfsverkehren ein attraktives Angebot im Stundentakt von frühmorgens bis spätabends sicherzustellen, soll flankierend auch durch neue Angebotsformen wie Rufbusse und Sammeltaxis verwirklicht werden.

„In dünn besiedelten Gebieten und zu Zeiten, in denen nur noch wenige Menschen unterwegs sind, brauchen wir auch neue, bedarfsorientierte Mobilitätsformen, die den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger entgegenkommen und gleichzeitig die Klimaschutzziele berücksichtigen.“ (Verkehrsminister Winfried Hermann)

Fahrgastzahlen im Ländle sollen bis 2030 verdoppelt werden

Mit dem Förderprogramm will die Landesregierung ihren Anspruch unterstreichen, die Fahrgastzahlen in allen öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln. In den kommenden Jahren soll eine landesweite Mobilitätsgarantie für eine verlässliche Bedienung im öffentlichen Nahverkehr umgesetzt werden. Hierfür werden alle Orte in Baden-Württemberg künftig von fünf Uhr früh bis Mitternacht mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar sein.

Um die Mobilitätsgarantie auch in Räumen und zu Zeiten schwacher Verkehrsnachfrage umzusetzen, beabsichtigt die Landesregierung die Aufgabenträger bei der Schaffung weiterer On-Demand-Angebote auf breiter Front zu unterstützen.

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