Design: Happacher Reisen stattet "Citaro LE" individuell aus

Spezial-Lichtkonzept, Seitenwand aus Glas und Decke im Wolken-Design.
Himmlische Aussichten in Regensburg: Wer den Blick im neuen "Citaro LE" von Happacher zur Decke hebt, schaut direkt in einen von Wolken durchzogenen, blauen Himmel. (Foto: Daimler)
Himmlische Aussichten in Regensburg: Wer den Blick im neuen "Citaro LE" von Happacher zur Decke hebt, schaut direkt in einen von Wolken durchzogenen, blauen Himmel. (Foto: Daimler)
Anja Kiewitt

Seit Kurzem verrichtet er seinen Dienst auf mehreren Linien der Regensburger Verkehrsverbund GmbH in der ostbayerischen Universitätsstadt: Im September nahm die Omnibusbetrieb Happacher KG mit Sitz in Neutraubling bei Regensburg einen neuen Low Entry (LE)-Stadtbus "Mercedes-Benz Citaro LE" in Betrieb. Über eine auffällige Beklebung oder Polsterstoffe hinaus verbinde Happacher bei dem Fahrzeug sicherheitsrelevante Lösungen mit außergewöhnlichen Designideen, konstatiert der Hersteller, die Stuttgarter Daimler AG.

Front einer Metro-Bahn

Beispielsweise beschreibe die Vorbaublende eine Kreisbahn. Weit nach unten gezogen erinnere die Front so an das Gesicht einer Metro-Bahn. Diesen Gedanken fortgeführt, habe der Verkehrsbetrieb im Dachbereich zusätzlich auf das Tram-Designpaket gesetzt. Die Fahrzeuglinie werde nach oben gezogen und wirke, ähnlich einer Metro, wie aus einem Guss. Unterhalb der Trittstufen an Tür 1 und Tür 2 leuchten LEDs das Umfeld bei Dunkelheit aus, so Daimler. Die Trittstufen in den niederflurigen Fahrzeuginnenraum selbst werden demnach zusätzlich mit einer Einstiegsmarkierung in blauem LED-Licht beleuchtet.

Bunte Sitze, himmlische Decke

Farblich unkonventionell angeordnet seien auch die Sitze im Inneren: türkis, rot, grün und dunkelgrau gepolstert heben sie sich vom Signalgelb der Haltestangen ab. Die Mitteldecke sei vollflächig mit einem „himmlischen“ Motiv mit weißen Wolken und einem blauen Himmel beklebt. Ein Glaselement im Bereich des Stehperrons, das in die Seitenwand integriert ist, gewähre dem stehenden oder sitzenden Fahrgast einen ungehinderten Panoramablick nach draußen.

Beleuchtung stimmungsvoll und sicher

Auch das Beleuchtungskonzept des Citaro LE sei außergewöhnlich und komme der passiven Sicherheit zugute. Öffnet sich eine Tür, sollen sich die Leuchtbänder der Innendecke in der Umgebung dieser Tür einschalten. Zusätzlich schalte sich für eine optimale Umfeldbeleuchtung an Tür 1 eine leistungsverstärkte LED-Leuchte zu. Für ein stimmungsvolles Ambiente-Licht sorgen nach Herstellerangaben sechs zwischen den Fenstersäulen angeordnete chromfarbene „Fackelleuchten“. Die Trittstufe ins hintere Wagenheck werde zudem mit einem orangefarbenen LED-Streifen beleuchtet. Für zusätzliche Sicherheit gebe die Videoüberwachung die Bilder mehrerer im Fahrzeug verteilter Innenraum-Kameras auf einem Monitor am Fahrerarbeitsplatz wieder und zeichne sie über einen Rekorder auf.

Zwei Klimaanlagen plus Luftvorhang

Darüber hinaus verfüge der Citaro LE über zwei getrennte Klimaanlagen: Für den Fahrerarbeitsplatz und für den Fahrgastraum. Damit die gekühlte Luft nicht bei jedem Türöffnungsvorgang wieder entweiche, habe Happacher auf Torluftschleiertechnik gesetzt. Ursprünglich entwickelt für heiße Länder, blase ein über den Türen angebrachter Ventilator die Luft zielgerichtet und mit hoher Geschwindigkeit senkrecht nach unten. So bilde sich ein Luftvorhang, der den Austausch der Innenraumluft mit der Außenluft verhindere, quasi ein „Klimatrenner“. Das funktioniere sowohl an heißen wie auch an kalten Tagen, an denen die warme Luft nicht nach außen kann, verspricht Daimler.

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