WSW: Busausfälle wegen hohem Krankenstand

Die gravierenden Ausfälle beim Fahrpersonal der Wuppertaler Stadtwerke lassen sich nicht vollständig kompensieren – das ärgert viele Fahrgäste.

Die Wuppertaler Stadtwerke haben derzeit mit hohen Krankenständen zu kämpfen, die Folge sind Busausfälle auf einzelnen Linien. (Foto: WSW)
Die Wuppertaler Stadtwerke haben derzeit mit hohen Krankenständen zu kämpfen, die Folge sind Busausfälle auf einzelnen Linien. (Foto: WSW)
Martina Weyh

Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) haben in den letzten Tagen vermehrt mit Busausfällen zu kämpfen. Grund dafür ist ein ungewöhnlich hoher Krankenstand beim Fahrpersonal, teilt das Unternehmen mit.

Durch den Einsatz von qualifiziertem Personal aus dem Innendienst sowie externe Dienstleister versucht das Unternehmen Abhilfe zu schaffen – nach eigenen Angaben allerdings nur mit begrenztem Erfolg. Es gebe zahlreiche Beschwerden von Kunden, die vergeblich auf ihren Bus gewartet hätten.

„Im November waren an den extremen Tagen knapp 100 Fahrerinnen und Fahrer krank gemeldet“, berichtet WSW mobil-Geschäftsführer Ulrich Jaeger.

Bei insgesamt rund 850 Beschäftigten im Fahrdienst ließen sich personellen Ausfälle in dieser Höhe aber nicht mehr vollständig durch Vertretungen auffangen. Die Folge - einzelne Fahrten im Busnetz können nicht mehr durchgeführt werden.

Das sei nicht nur ärgerlich für die Kunden, sondern treffe die WSW auch in einer Phase, in der die Wuppertaler als auch Besucher der bergischen Universitätsstadt wieder für den ÖPNV zurückgewonnen werden sollten. Ein Ende der Misere sei aber zumindest kurzfristig nicht abzusehen. Auch andere Nahverkehrsunternehmen hätten mit dem Problem zu kämpfen.

Bessere Organisation und Kundenkommunikation soll helfen

Durch organisatorische Maßnahmen im Busbetrieb will das Verkehrsunternehmen die Situation für die Kundinnen und Kunden nun verbessern. Statt kurzfristig bei Personalmangel zu reagieren, werde jetzt vorher festgelegt, welche Fahrten nicht stattfinden könnten. Dabei liege das Augenmerk darauf, Linien zu wählen, bei denen möglichst wenige Kunden betroffen seien.

Auch die Auswirkungen auf Schüler- und Univerkehr wolle die WSW nach Möglichkeit geringhalten. Die Maßnahme werde zunächst bis zu den Weihnachtsferien gelten, teilt der Verkehrsbetreiber mit.

„Dadurch können sich die Fahrgäste auf die Situation einstellen und etwa einen Bus früher nehmen oder einen anderen Fahrtweg wählen“, erklärt WSW-Geschäftsführer Jaeger.

Das bedeute zwar immer noch eine Einschränkung für die Kunden, aber das sei besser, als vergeblich an der Haltestelle auf den Bus zu warten, so Jaeger. Angesichts der außergewöhnlichen Situation hofft er auf Verständnis der Kunden.

Schnelle Information über ausfallende Fahrten auf allen Kanälen

Die geplant ausfallenden Fahrten werden in der WSW Move-App, der Fahrplanauskunft, dem Abfahrtmonitor und den Fahrgastinformationstafeln an den Haltestellen angezeigt. Die WSW empfehlen ihren Passagieren, sich dort vorab zu informieren.

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