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Uni Kassel: Projekt „U-hoch-3“ will ÖPNV kundenfreundlicher machen

Den Umstieg fest im Blick – die Universität Kassel arbeitet an einem Assistenzsystem, das die Nutzung der Öffentlichen für Fahrgäste mittels bedarfsgerechter Unterstützung wesentlich komfortabler machen soll.

Im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts „U-hoch-drei“ arbeitet IVU Traffic Technologies an der Entwicklung eines Assistenzsystems für den öffentlichen Verkehr mit. (Foto: Universität Kassel/Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik)
Im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts „U-hoch-drei“ arbeitet IVU Traffic Technologies an der Entwicklung eines Assistenzsystems für den öffentlichen Verkehr mit. (Foto: Universität Kassel/Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik)
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Martina Weyh

Schöne Aussichten – ein Sitzplatz im Bus, eine passende Anschlussverbindung, die Einkäufe werden geliefert – das Forschungsprojekt „U-hoch-3“ (Unbeschwert urban unterwegs) der Universität Kassel will den öffentlichen Nahverkehr durch vielfältige Komfortangebote kundenfreundlicher machen.

Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel soll wesentlich befördert werden

Angesiedelt ist das Forschungsprojekt „U-hoch-3“ im Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik der Universität Kassel, als Projektpartner mit im Boot – die Kasseler Verkehrsgesellschaft, der Nordhessische Verkehrsverbund, der Berliner IT-Spezialist IVU Traffic Technologies sowie weitere Unternehmen aus der Industrie. Das auf eine Laufzeit von fünf Jahren angesetzte Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 6,6 Mio. Euro unterstützt.

„Angesichts steigender Belastungen durch Bevölkerungswachstum und zunehmenden Verkehr müssen Städte mittelfristig mehr Menschen zum Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel bewegen. „U-hoch-3“ gibt uns die Gelegenheit, frühzeitig neue Technologien zu erproben, um bestehende Zugangshürden zu verringern und die Entwicklung der städtischen Mobilität von morgen voranzutreiben“, so Dr. Claus Dohmen, Leiter Forschung und Lehre bei der IVU.  

Ziel ist die Entwicklung eines Assistenzsystems, das Fahrgäste bedarfsgerecht entlang ihrer Fahrtroute unterstützt. Dazu zählen beispielsweise eine App für die intermodale Reiseplanung sowie ein innerstädtischer Lieferdienst, bei dem Fahrgäste ihr Gepäck abgeben und zuhause in Empfang nehmen können.

Um Fahrten für die Passagiere so bequem wie möglich zu machen, liegt ein weiterer Schwerpunkt darauf, den Belegungszustand von Fahrzeugen in Echtzeit zu erfassen und in der Reiseplanung zu berücksichtigen.

Einjähriger Testlauf bereits im kommenden Jahr

Bereits ab nächstem Jahr soll das System in einem einjährigen Feldtest in Kassel praktisch erprobt und wissenschaftlich evaluiert werden.

Mit auf dem Prüfstand – ein Konzept zur Anschlusssicherung, an dem IVU maßgeblich beteiligt ist. Im Ergebnis soll es Verkehrsdienstleistern ermöglichen, den von den Fahrgästen gewünschten Anschluss mithilfe verlässlicher Informationen sicherzustellen.

Dazu wird zunächst im Labor, später dann in regulär verkehrenden Bussen und Bahnen ein Display im Fahrgastraum installiert, an dem Fahrgäste auch ohne Smartphone ihren Anschlusswunsch angeben können. Die benötigten Schnittstellen, um alle notwendigen Daten zwischen den Systemen, der zentralen Leitstelle und den Bordrechnern in den Fahrzeugen zuverlässig auszutauschen, werden von den Berliner IT-Spezialisten entwickelt. Darüber hinaus kümmert sich IVU eigenen Angaben zufolge auch um die Weitergabe der Belegungszustandsdaten und ihre Darstellung an den Haltestellen.

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