LBO: Neuer Tarifvertrag steht

Das Schlichtungsverfahren zwischen dem Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen e.V. (LBO) und der Gewerkschaft Ver.di hat die Wende gebracht – einstimmig haben sich beide Parteien auf eine neue Tarifvereinbarung geeinigt.

Der LBO hat sich bei der Gewerkschaft Ver.di für die konstruktive Auseinandersetzung und bei Herrn Burger für seine ausgewogene, zielorientierte Verhandlungsführung bedankt. (Foto: pixabay)
Der LBO hat sich bei der Gewerkschaft Ver.di für die konstruktive Auseinandersetzung und bei Herrn Burger für seine ausgewogene, zielorientierte Verhandlungsführung bedankt. (Foto: pixabay)
Martina Weyh

Acht Stunden hat das Schlichtungsverfahren unter der Leitung des ehemaligen Vorsitzenden Richters am Landesarbeitsgericht München, Rechtsanwalt Ernst Burger, gedauert – am Ende stand Erfolg. LBO und Ver.di konnten sich einstimmig auf einen neuen Lohntarifvertrag für die rund 17.000 Beschäftigten im privaten bayerischen Omnibusgewerbe verständigen. Der neue Vertrag gilt rückwirkend zum 1. September 2020 mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2023.

Das Ergebnis sieht neben einer einmaligen Corona-Prämie von 200 Euro eine 3-stufige Lohnerhöhung zum 1. April 2021 in Höhe von 50 Euro, zum 1. Januar 2022 in Höhe von 1,8 % und zum 1. Januar 2023 um weitere 3 % vor.

Für einen Großteil der Beschäftigten im privaten bayerischen Omnibusgewerbe bedeute der neue Abschluss einen Lohnzuwachs von rund 10 % zuzüglich der Corona-Prämie von 200 Euro.


„Die Lage der bayerischen Busbetriebe ist nach wie vor extrem angespannt. Hohe finanzielle Einbußen durch die Corona-Beschränkungen und ein de facto Berufsverbot, für alles was nicht ÖPNV ist, sind weiterhin bittere Realität im privaten Omnibusgewerbe. Wir sind trotzdem froh, dass wir nun einen vernünftigen Abschluss erzielen konnten, vor allem im Interesse der Busfahrerinnen und Busfahrer in unseren Unternehmen“, so der LBO-Tarifkommissionsvorsitzende Nico Schoenecker.

Das Ergebnis, dass beide Parteien mithilfe von Ernst Burger letztendlich erzielen konnten, berücksichtige zudem die schwierige wirtschaftliche Situation der überwiegend mittelständischen und familiengeführten Busunternehmen.
 

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