In den Tarifstreit zwischen LBO und Ver.di kommt Bewegung

Das vom Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen eingeleitete Schlichtungsverfahren soll endlich für einen erfolgreichen Tarifabschluss sorgen.

Der LBO hofft im Schlichtungsverfahren auf ein schnelles und faires Ergebnis, das sowohl die Leistungen des Fahrpersonals würdigt als auch die anhaltende katastrophale wirtschaftliche Lage der privaten, meist familiengeführten Busunternehmen berücksichtigt. (Foto: pixabay)
Der LBO hofft im Schlichtungsverfahren auf ein schnelles und faires Ergebnis, das sowohl die Leistungen des Fahrpersonals würdigt als auch die anhaltende katastrophale wirtschaftliche Lage der privaten, meist familiengeführten Busunternehmen berücksichtigt. (Foto: pixabay)
Martina Weyh

Seit September 2020 ringen der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) und die Gewerkschaft Ver.di um einen neuen Tarifvertrag. Den seit 1. April 2017 geltenden Lohntarifvertrag hatte die Gewerkschaft mit Wirkung zum 31. August 2020 gekündigt und für die 17.000 Busfahrer in Bayern eine Lohnerhöhung von rund 30 % bei einer Laufzeit von 18 Monaten grefordert.

Nach mehreren letztlich ergebnislosen Verhandlungsrunden startet am morgigen Mittwoch das vom LBO eingeleitete Schlichtungsverfahren unter der Leitung von Rechtsanwalt Ernst Burger. Der unparteiische Vorsitzende war bis zu seiner Pensionierung Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht München. Der Branchenverband erhofft sich, dass durch Burger eine Einigung beider Parteien gelingt.

„Wir schätzen die Leistungen unseres Fahrpersonals gerade in diesen schwierigen Zeiten ganz besonders und hoffen, dass wir nun im Rahmen der Schlichtung eine sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber sozialverträgliche Lösung finden können“, betont der Vorsitzende der LBO-Tarifkommission, Nico Schoenecker.

Anfang Dezember letzten Jahres hatte die Arbeitgeberseite einer dreistufigen Lohnerhöhung zum 1.3.2021, 1.1.2022 und 1.1.2023 zugestimmt. Für einen Großteil der Beschäftigten hätte das Ergebnis einen Lohnzuwachs von über 10 % zuzüglich einer Corona-Prämie von 300 Euro bedeutet, so der LBO – und das trotz der extrem schwierigen Situation, in der sich die überwiegend mittelständischen bayerischen Busbetriebe seit Beginn der Corona-Pandemie insbesondere im Reise- und Gelegenheitsverkehr befänden.

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