ABB: Ladeinfrastruktur für Frankfurt am Main

Der schweizerisch-schwedische Konzern lieferte für die Linie M60 fünf Schnellladeeinheiten HVC 150-C mit jeweils zwei Entnahmestellen und sequenzieller Ladefunktion.

Die E-Busse auf der Frankfurter Metrobuslinie M60 werden künftig von fünf ABB-Schnellladern mit Energie versorgt. (Foto: FES Frankfurt)
Die E-Busse auf der Frankfurter Metrobuslinie M60 werden künftig von fünf ABB-Schnellladern mit Energie versorgt. (Foto: FES Frankfurt)
Claus Bünnagel

Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) und dem Busunternehmen Transdev Rhein-Main GmbH konnte eine weitere Buslinie in Frankfurt am Main auf E-Mobilität umgestellt werden. Die für den Ausbau benötigte Ladeinfrastruktur und das dazugehörige Lastmanagement kommen von ABB.

Frankfurt setzt auf Elektromobilität

Bereits im Jahr 2011 wurde von der Wirtschaftsförderung Frankfurt erstmals ein Elektromobilitätskonzept veröffentlicht, das u.a. die Anschaffung von E-Bussen und den Ausbau der Elektromobilität allgemein vorsieht. Die Großstadt mit mehr als 750.000 Einwohnern setzt sich im Nachhaltigkeitsbericht 2020 große Ziele, und seit Ende des Jahrs 2020 verkehren – zusätzlich zu den bereits in Betrieb genommenen – neu angeschaffte E-Busse auf der Metrobuslinie M60 in Frankfurt am Main. Die Elektrifizierung weiterer städtischer Buslinien ist für Mitte und Ende 2021 geplant.

DC-Lader mit bis zu 150 kW Leistung

ABB lieferte für die Linie M60 fünf Schnellladeeinheiten HVC 150-C mit jeweils zwei Entnahmestellen und sequenzieller Ladefunktion. Statt an ein Ladegerät pro Fahrzeug können mit dieser intelligenten Lösung zwei Fahrzeuge gleichzeitig an eine Einheit angeschlossen werden. Sobald das erste Fahrzeug den Ladevorgang beendet hat, beginnt das nächste automatisch mit dem Laden. Auf diese Weise können Kosten gesenkt und Ladekapazitäten effektiv genutzt werden.

Integrierte Softwarelösung zum Lademanagement

Mithilfe der integrierten Softwarelösung ABB Optimax Energymanagement for SmartCharging können Prozesse wie etwa das automatische Vorheizen der Busse gesteuert oder Ladevorgänge zielgenau überwacht und analysiert werden. So lässt sich beispielsweise jedem Bus ein genauer Stromverbrauch zuordnen, damit mögliche Abweichungen sofort erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Die ABB HVC-Lösungen sind interoperabel sowie CCS- (Combined Charging Standard) und OCPP-konform (Open Charge Point Protocol) und machen somit den Betrieb von E-Bussen aller Hersteller möglich. 

Müllheizkraftwerk erzeugt Fahrstrom

Der Strom für die Ladung der E-Busse der Linie M60 wird durch die Verbrennung von Hausmüll im Müllheizkraftwerk der FES in Heddernheim-Frankfurt produziert. Dort befinden sich auch die Ladestationen für die Fahrzeuge. In absehbarer Zeit ist an dieser Stelle eine Erweiterung der Nutzfahrzeugeflotte von FES mit E-Müllsammelfahrzeugen geplant. Dabei sollen ebenfalls die Ladegeräte von ABB zum Einsatz kommen, die in das Optimax-Energiemanagement eingebunden werden.

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