Robotertechnik und viel Fingerspitzengefühl

60.000. Omnibus im EvoBus-Werk in Neu-Ulm lackiert
Thomas Burgert

Mit einem TopClass 500 wurde am EvoBus Standort Neu-Ulm die 60.000. Rohkarosse lackiert. Bis zu 34 Einheiten können in Neu-Ulm in Spitzenzeiten am Tag lackiert werden. Im Jahr 2013 haben rund 6.000 Karossen der Marken Setra und Mercedes-Benz die 28.000 Quadratmeter große Lackieranlage verlassen, um dann in den nachfolgenden Montagelinien fertig gestellt zu werden. Nach Neu-Ulm kommen die Omnibus-Karosserien mit der Bahn aus Mannheim, wo sie im Zuge des EvoBus Produktionsverbundes für den Lackierprozess vorbereitet werden. Unter anderem sorgt eine Kathodische Tauchlackierung (KTL) für eine gleichmäßige Beschichtung der Metalloberflächen sowie der Hohlräume des kompletten Gerippes und garantiert so einen optimalen Korrosionsschutz. In Neu-Ulm erfolgt nach der Grundierung der Karossen der Lackauftrag mittels einer verbrauchsoptimierten Verfahrenstechnik, die zudem Zeit spart. Insgesamt acht Roboter garantieren eine gleichmäßige Beschichtung bei vergleichsweise geringem Materialverbrauch von ca. 13 Kilogramm Lack pro Komplettlackierung - die Taktzeit pro Fahrzeug liegt dabei unter 30 Minuten. Weitere Prozessschritte sind die Dekorbeschichtung im Innenraum, die Hohlraumkonservierung sowie der Fahrwerkschutz, bevor die Spezialisten des Bereichs Colorfinish die Karosserien mit viel Fingerspitzengefühl mit den individuell gestalteten Motivfolien bekleben. Neben der ausschließlichen Verwendung von lösemittelarmen Lacken trägt auch ein regeneratives Abluftsystem in der Lackieranlage zum Umweltschutz bei. Im Kompetenz-Center Lackierung arbeiten derzeit 350 qualifizierte Facharbeiter.

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