Wandeln auf der „Europäischen Route der Leuchttürme“

Die traditionsreiche Liste der Kulturrouten wird ausgebaut – auf Initiative Mecklenburg-Vorpommerns und der französischen Bretagne stehen beim jüngsten Zuwachs die „Retter der Seefahrer“ im Mittelpunkt.

Der Leuchtturm Dornbusch auf Hiddensee ist jetzt Teil der Europäischen Route der Leuchttürme. (Foto: pixabay)
Der Leuchtturm Dornbusch auf Hiddensee ist jetzt Teil der Europäischen Route der Leuchttürme. (Foto: pixabay)
Martina Weyh

Als weithin sichtbare Schifffahrtszeichen dienten Leuchttürme einst als Navigationshilfe der Sicherheit der Seefahrer – heute ersetzen meist moderne Radar- und Navigationsgeräte an Bord ihre Aufgabe. Dennoch sind z. B. an der deutschen Nord- und Ostsee noch rund 200 Seezeichen in Betrieb.

„Leuchttürme sind seit Jahrhunderten Orientierungszeichen für die Seefahrt. Sie sind auch identitätsstiftende Symbole für die Menschen in den Küstenregionen”, hob Europa- und Kulturministerin Bettina Martin ihre Bedeutung hervor.

Allein an der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern sind mehr als 20 Leuchttürme und Leuchtfeuer zu finden, u.a. auf Hiddensee, am Teepott in Warnemünde oder an der Nordspitze der Halbinsel Darß. Ab jetzt gehören sie zur „Europäischen Route der Leuchttürme“, die auf Initiative Mecklenburg-Vorpommerns und der französischen Bretagne ins Leben gerufen wurde.

Neben Frankreich und Deutschland sind auch Norwegen, Estland, Portugal und Irland beteiligt – weitere Küstenländer haben bereits Interesse signalisiert, sich ebenfalls anzuschließen.

Das Jahr 1987 ist die Geburtsstunde der „Europäischen Kulturrouten“ durch den Europarat – um die engen historischen und kulturellen Verflechtungen zu verdeutlichen, Traditionen zu pflegen und touristische Potenziale zu erschließen.

Mittlerweile umfasst die Liste 47 Themen. Dazu gehören u.a. die Märchen-Route, die Europäischen Mozart-Wege, die Europäische Keramikstraße, die Europäische Route der Industriekultur, die Routen der Reformation oder die Straße des Eisernen Vorhangs.

Mehr zu den Europäischen Kulturrouten auf https://coe.int/de/web/cultural-routes