Passionsspiele 2019 in Erl

Das Passionsspielhaus wird 60 Jahre alt.

60 wird das Passionsspielhaus Erl im kommenden Jahr. (Foto: Passionsspielverein Erl)
60 wird das Passionsspielhaus Erl im kommenden Jahr. (Foto: Passionsspielverein Erl)
Martina Weyh

Die Passionsspiele Erl reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück und gehören neben Oberammergau zu den ältesten im deutschen Sprachraum. Seit über 400 Jahren werden sie in regelmäßigen Abständen mit aktiver Beteiligung von rund 600 Laiendarstellern der 1.450 Einwohner zählenden Gemeinde Erl aufgeführt. Charakteristisch für das Spiel ist die Szenengestaltung des Kreuzweges, das Lichtdesign und vor allem die eigens komponierte Passionsmusik. „Es ist die größte Herausforderung meines Lebens als Dramatiker, ‚die größte Geschichte aller Zeiten‘, die Passion Christi, neu für die Passionsspiele Erl zu erarbeiten“, sagt Felix Mitterer, der verantwortliche Autor des Passionsspiel-Textes.

Das „neue“ Passionsspielhaus

1909 begonnen und 1911 vollendet, besaß Erl zu Beginn des vorigen Jahrhunderts bereits ein Passionsspielhaus, das Platz für 1.700 Besucher bot, jedoch 1933 durch einen Brand zerstört wurde. Das in den 1957 bis 1959 nach Plänen des österreichischen Architekten Robert Schuller neu erbaute Festspielhaus gilt in der Architekturgeschichte durch seine Formgebung als Meisterwerk der Nachkriegszeit und fügt sich harmonisch in die Gebirgslandschaft. Mit 1.500 Plätzen ist es das größte Parterretheater Österreichs und mit seiner außergewöhnlichen Form zu einem Wahrzeichen Erls geworden. Die Bühne mit einer Breite von 25 Metern und einem Podest- und Stufenaufbau bildet den eindrucksvollen Rahmen für alle Passions-Darsteller.

Weitere Informationen, auch zu Aufführungszeiten in 2019 sind auf den Webseiten der Passionsspiele Erl verfügbar.

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