Schwerin auf dem Weg zum Weltkulturerbe

Träger stellten in Berlin Details zur Bewerbung des Residenzensembles vor.
Redaktion (allg.)

Der Landtag, die Landesregierung und die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern haben zusammen mit dem Welterbeverein in Berlin die Bewerbung des Schweriner Residenzensembles für das UNESCO-Weltkulturerbe vorgestellt. Die Träger der Bewerbung informierten über die kulturhistorische Bedeutung der Stätte. Auch Vertreter derjenigen Staaten, die im UNESCO-Welterbekomitee über die Aufnahme neuer Welterbestätten entscheiden, waren anwesend.

„Schwerin war Regierungssitz, Festung und Wohnung des Herzogshauses der Obotriten, der einzigen bis 1918 regierenden Dynastie slawischer Abstammung in Deutschland“, erklärte Staatssekretärin Dr. Pirko Kristin Zinnow, Bevollmächtigte des Landes beim Bund. Mit der Ernennung zum Weltkulturerbe soll das Ensemble, das unter anderem ein Schloss, ein Theater und ein Museum umfasst, unter einen besonderen Schutz gestellt und somit erhalten werden. Zugleich soll weiter der breiten Öffentlichkeit der Zugang ermöglicht werden.

Engagement und Unterstützung

Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow begrüßte das bürgerschaftliche Engagement vieler Vereine und Verbände sowie des Welterbe-Fördervereins im Rahmen der Bewerbung. Laut Kulturminister Mathias Brodkorb helfen Experten dem Welterbebeirat, die inhaltlichen Schwerpunkte des Antrags zu schärfen. Außerdem unterstütze das Land die Einrichtung einer Welterbeprofessur. Der Lehrstuhlinhaber soll Stadt, Landtag und Land ebenfalls bei der Erarbeitung des Antrags unterstützen.

(jm)
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