Bus bleibt sicheres Verkehrsmittel

Art der beanstandeten Mängel hat sich gewandelt
Thomas Burgert

Der jüngste TÜV-Bus-Report stellte dem Bus als sicheres Verkehrsmittel insgesamt ein gutes Zeugnis aus: Mehr als 80 Prozent aller Fahrzeuge bekommen auf Anhieb die TÜV-Plakette. Die Zahl der Mängel ist zwar gegenüber früheren TÜV-Statistiken leicht angestiegen, dies begründet der Internationale Bustourismusverband jedoch mit veränderten Prüfbedingungen bei der Hauptuntersuchung.

Von 50.000 TÜV-geprüften Bussen erhielten 2009 und 2010 sogar 86 Prozent auf Anhieb die begehrte Plakette. Bei etwas mehr als 30 Prozent dieser Fahrzeuge wurden leichte Mängel festgestellt, die unverzüglich zu beheben waren. Mit dieser Quote, die deutlich besser ist als die der Lkw und Pkw, zählen Busse nach Angaben des Internationalen Bustourismusverbandes zu den sichersten Verkehrsmitteln. Die gegenüber 2008 erfolgte Modifikation der Prüfbedingungen bei der Hauptuntersuchung ist nach Erkenntnissen des Bussicherheitsmonitorings RBI im Internationalen Bustouristik Verband RDA mit ein Grund dafür, dass die Zahl der bemängelten Busse laut TÜV-Bus-Report 2011 im Prüfzeitraum 2009 und 2010 leicht angestiegen ist. Mängel an der Beleuchtungsanlage können jetzt ebenso als erheblich eingestuft werden wie undichte Stellen an Motor und Getriebe.

Beachtlich ist das gute Abschneiden zehn Jahre alter Fahrzeuge, von denen 83,5 Prozent den TÜV auf Anhieb schafften, darunter 34,8 Prozent mit leichten Mängeln. Erhebliche Mängel gab's in dieser Altersklasse, in der Laufleistungen von über einer halben Million Kilometern üblich sind, nur bei 16,4 Prozent der Fahrzeuge und nur 0,1 Prozent der geprüften Busse wurde als verkehrsunsicher eingestuft – das sind lediglich 25 der 50.000 geprüften Wagen. Dass sich die Art der Mängel gewandelt hat, führt der Internationale Bustourismusverband auf die Initiativen der Branche zurück, mit denen das Sicherheitsniveau der Fahrzeuge erhöht wird. Beeinträchtigungen bei der Bremswirkung wurden vom TÜV nämlich nur äußerst selten bemängelt. Und Korrosion an tragenden Teilen trat überwiegend erst bei Fahrzeugen auf, die älter als zehn Jahre sind. Insgesamt waren dies nicht einmal fünf Prozent der geprüften Busse.

Die vergleichsweise große Zahl von fast 20 Prozent Mängeln an der Lichtanlage hängt auch mit der komplexen Beschaffenheit moderner Beleuchtungsanlagen zusammen, bei denen einzelne Komponenten trotz vorheriger Prüfung auch auf dem Weg zur Hauptuntersuchung ausfallen können. Diese Mängel führen nur in wenigen Fällen zur Versagung der Prüfplakette. Moderne Leuchteinheiten machen es auch schwer, geeigneten Ersatz im Fahrzeug mitzuführen und der Austausch der Leuchtmittel ist, wie beim Pkw auch, oft nur noch in der Fachwerkstatt möglich. Die Busunternehmen werden deshalb laut Internationalem Bustourismusverband in Zukunft verstärkt auf die Beschaffenheit der Beleuchtungsanlagen achten, um die Mängelquoten auch in diesem Bereich zu verringern. „Wir begrüßen, dass der TÜV Bus-Report 2011 bestätigt, dass Busse nach wie vor zu den sichersten Verkehrsmitteln gehören", betont Richard Eberhardt, Präsident des Internationalen Bustourismusverbandes.

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