Hilfe für die Flutopfer an der Ahr

Wir veröffentlichen an dieser Stelle einen Bericht und Spendenaufruf von Wolfram Goslich, Macher der Bustouristikplattform busconcept, vom 29. November und einen Zwischenbericht von den erfolgten Hilfslieferungen vom 10. Dezember.

Dieser Aufruf von Wolfram Goslich (busconcept) erreichte uns in diesen Tagen. (Foto: busconcept)
Dieser Aufruf von Wolfram Goslich (busconcept) erreichte uns in diesen Tagen. (Foto: busconcept)
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Claus Bünnagel

Liebe Freunde, Geschäftspartner und Kollegen, 

Wie einige von Ihnen/Euch wissen, fahre ich seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 mehrmals im Monat einen Sattelschlepper im Fernverkehr. Im Juli kurz nach der Flutkatastrophe wurde ich angesprochen, ob ich bereit wäre, einen Hilfstransport ins Ahrtal zu fahren. Ich habe nicht lange überlegt und ja gesagt. Bei näherer Betrachtung habe ich erst einmal festgestellt, dass so gut wie nichts vor Ort organisiert war. Ich habe schließlich den ganzen Transport in den kleinen Eifelort Houverath via Facebook-Gruppen und meinen Kontakten in die Bustouristik organisiert und eine Woche später gefahren. 

Vor Ort entstanden sofort viele Kontakte, und vor ein paar Tagen erreichte mich ein Anruf einer meiner Ansprechpartner vor Ort aus Houverath. In Cuxhaven an der Elbe stehen 150 t Kalksandsteine, die sie von einem Bauunternehmen gespendet bekommen haben und die nun in die Eifel transportiert werden müssen, damit sie in der Lage sind, Häuser zu reparieren und damit noch winterfest zu machen. 

Lkw zu bekommen ist derzeit ohnehin schon schwierig, aber ich habe Zugriff auf einen Sattelschlepper mit 25 t Zuladung, den ich von meinem Spediteur mieten kann. Aktuell war ich vor zwei Wochen mit einem bereits finanzierten Hilfstransport in der Eifel. Ich hatte zwei große Seecontainer organisiert, die mit Baustoffen und Brennholz beladen von mir in den kleinen Ort Hönningen an der Ahr gebracht wurden. Der dortige Bürgermeister hatte einen Stellplatz vorbereitet, an dem ich die beiden Container abladen und vor Ort lassen konnte. Es gibt dort wenig Lagermöglichkeiten, also habe ich dafür gesorgt, dass die Container als feste Lagerfläche in der Eifel verbleiben können.

Mein erster Spendenaufruf vor zehn Tagen hat dazu geführt, dass ich am ersten Dezember-Wochenende mit 17 t Kalksandstein aus Buxtehude sowie 5 t Brennholz aus Bochum ins Ahrtal gefahren bin. Für Ende Januar habe ich einen Dreiachsersattelauflieger vorreserviert, mit dem ich dann weitere fünf Transporte fahren möchte, damit am Ende 150 t palettierte Kalksandsteine ins Ahrtal für die Reparatur und den Wiederaufbau von Häusern zur Verfügung stehen. Dazu brauche ich noch weitere Spenden. Von aktuell gespendeten 2.100 Euro kann ich fast zwei Transporte finanzieren – pro Transport etwa 1.300 Euro.

Dafür bitte ich um Ihre/Eure Unterstützung. Ich benötige etwa 6.500 Euro, um den kompletten Sattelzug zu mieten. Darin sind alle entstehenden Kosten für Fahrzeugmiete, Mautgebühren und Diesel für beide Touren enthalten. 

Wenn Sie die Flutopfer im Ahrtal unterstützen wollen, bitte ich Sie um eine Spende auf folgendes Konto: Wolfram Goslich, Commerzbank, IBAN DE91 100 8 0000 01123 002 01, Kennwort: Hochwasserhilfe Ahrtal.

Nach den Transporten bekommen Sie/Ihr von mir Infos, wie alles gelaufen ist. Ich möchte, dass Sie wissen, wohin Ihr Geld geht. Meine Ansprechpartner vor Ort sind BürgerInnen des Eifelortes Houverath über die Facebook-Gruppe „Eifel für Eifel“ sowie das Katastrophen-Management-Team(www.kamate.de), ein ehrenamtliches Team, das sich über ganz Deutschland verteilt. Darunter sind Handwerker, Sanitäter, Bürokaufleute und Freiwillige unterschiedlichster Nationalitäten. Und wie immer alles ohne jegliche kommunale Unterstützung (mit Ausnahme des Bürgermeisters), aber daran haben wir uns ja schon gewöhnt! 

Kommen Sie gut durch den Winter, bleiben Sie gesund! Es grüßt Sie sehr herzlich: Wolfram Goslich – busconcept 

 

Ein kurzer Zwischenstand vom 10. Dezember zu unseren Fluthilfetransporten ins Ahrtal 

Pünktlich zum Nikolaus bin ich am 6. Dezember abends in Ahrbrück eingetroffen, knapp 24 t Kalksandsteine auf dem Sattelschlepper. Ein bisschen Schnee, ein bisschen glatt, aber am Ende alles ganz entspannt und eine ganz herzliche Atmosphäre. Die Steine liegen in einer riesigen Lagerhalle, in der alles von A-Z – also von Adventskalender über Apfel, Hausgeräte, Bohrmaschinen, Öfen, Mikrowellen, Kabel, Porzellantassen bis Z wie Zarge, die auf dem Bau Verwendung finden – gelagert wird. 

Der Lkw blieb über Nacht unten an der Ahr, und ich wurde dort abgeholt. Als ich in dem kleinen Eifelort Houverath zur Übernachtung ankam, erzählte mir Andi, der Organisator vor Ort, wie hoch das Wasser in den Straßen und in seinem Keller stand: ca. 1,60 m. Das Besondere daran ist, dass Houverath nicht im Ahrtal, sondern etwa 300 m höher liegt. Dann kann man sich vorstellen, welche Wassermassen es im Tal gewesen sein müssen, wenn schon dort oben alles überschwemmt war. 

Dieser und fast der ganze nächste Transport sind mit Ihren/Euren Spenden finanziert, ich bin zuversichtlich, dass ich noch mehr zusammenbekomme. 

Wenn Sie die Flutopfer im Ahrtal unterstützen wollen, bitte ich Sie um eine Spende auf folgendes Konto: Wolfram Goslich, Commerzbank, IBAN DE91 100 8 0000 01123 002 01, Kennwort: Hochwasserhilfe Ahrtal.

Entspannte Feiertage, einen guten Rutsch, kommt gut durch den Winter, bleiben Sie gesund! Es grüßt Sie sehr herzlich: Wolfram Goslich – busconcept