gbk: Busreisen sind sicher – auch bei steigenden Inzidenzen

Der Branchenverband lehnt erneute Begrenzungen der Fahrgastzahlen ab und verweist auf den guten Impfschutz der Busreisegäste und hochwertige Lüftungsanlagen in den Fahrzeugen.

Der gbk-Vorsitzende Hermann Meyering lehnt erneute Fahrgastbegrenzungen in Reisebussen ab. (Foto: gbk)
Der gbk-Vorsitzende Hermann Meyering lehnt erneute Fahrgastbegrenzungen in Reisebussen ab. (Foto: gbk)
Martina Weyh

Die Gütegemeinschaft Buskomfort (gbk) hält Busreisen trotz steigender Inzidenzen für sicher und lehnt eine Begrenzung bei der Auslastung strikt ab. Der Branchenverband verweist auf den guten Impfschutz der Busreisegäste und hochwertige Lüftungsanlagen in den Fahrzeugen.

„Reisebusse sind mit hochwertigen Klimaanlagen ausgestattet, die alle ein bis zwei Minuten für einen kompletten Luftaustausch im Fahrgastraum sorgen“, erklärt Hermann Meyering in einem Schreiben an den baden-württembergischen Sozialminister Manfred Lucha. „Zudem haben viele Busreiseveranstalter ihren Fuhrpark mit antiviralen Filtern aufgerüstet, die 99 % der Aerosole unschädlich machen“, stellt der gbk-Vorsitzende fest. 

Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 35 drohen Beschränkungen im Ländle

Busreiseveranstaltern in Baden-Württemberg droht bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über der Marke von 35 eine erneute Begrenzung bei der Auslastung ihrer Fahrzeuge. Hier ist die Meinung des gbk eindeutig – für unangemessen hält der Branchenverband diese Maßnahme. Vor dem Hintergrund, dass mit den Senioren die Hauptzielgruppe der Bustouristik vollständig geimpft sei, müsse nach Meinung des Verbands die Bedrohung durch das Virus und seiner Mutanten neu bewertet werden. 

gbk-Chef Meyering fordert, „die Risiken möglicher Ansteckungen mit dem Corona-Virus sorgfältig gegen die psychischen Kollateralschäden einer restriktiven Gesundheitsvorsorge abzuwägen“. Seiner Ansicht nach könnten Gruppenreisen ein wirkungsvolles Gegenmittel gegen Pandemie-Müdigkeit sein und die Akzeptanz weiterer Maßnahmen im Kampf gegen das Virus erhöhen.

Mit Blick auf die jüngsten Flutkatastrophen in Deutschland und den durch Corona verstärkten Trend zum Individualtourismus mit Anreise im eigenen Pkw warnt Meyering davor, Krisen isoliert zu betrachten. Wenn die Politik die umweltfreundliche Busreise fördere, könne sie einen Beitrag zur Reduzierung der Erderwärmung leisten, ist der gbk-Vorsitzende überzeugt.

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