VDV fordert finanzielle Sicherstellung des ÖPNV

Bereits heute Rückstau bei Investitionen in Höhe von 2,35 Milliarden Euro
Redaktion (allg.)

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) fordert von der Bundesregierung eine in Deutschland. Der Bund müsse im Zuge der laufenden Beratungen für den Haushalt 2011 langfristig Planungssicherheit für die Verkehrsunternehmen schaffen. „Wir wissen um die schwierige Haushaltslage. Der ÖPNV ist jedoch systemrelevant und ohne finanzielle Zusagen der Regierung droht uns vielerorts der Stillstand“, sagt VDV-Präsident Jürgen Fenske. Laut einer Studie, die den Finanzbedarf eines Grundangebotes für den ÖPNV ermittelt hat, gibt es bereits heute einen Rückstau bei den Erneuerungsinvestitionen in Höhe von 2,35 Milliarden Euro. „Rund 28 Millionen Fahrgäste sind täglich in Deutschland mit Bussen und Bahnen unterwegs. Die Fahrgastzahlen nehmen konstant zu.

Neben den ökologischen Entlastungswirkungen, der Relevanz des Verkehrsangebotes für Pendler und dem Wirtschaftsstandort Deutschland, ist vor allem die verkehrswirtschaftliche Bedeutung ein wichtiger Faktor“, so Fenske. Um dieser Rolle weiter gerecht zu werden, fordert der Verband einen Erhalt der Regionalisierungsmittel des Bundes über das Jahr 2014 hinaus sowie eine Dynamisierung der Mittel um jährlich 2,5 Prozent. Wichtig sei auch, dass die zur Verfügung gestellten Gelder keine Einweginvestitionen sind. Die ÖPNV-Unternehmen geben jährlich rund zwölf Milliarden Euro für Investitionen und Vorleistungen aus. Rund 90 Prozent, also über 10 Milliarden Euro, fließen davon wieder in die deutsche Wirtschaft. „Jeder in den ÖPNV investierte Euro bringt einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen von bis zu vier Euro“, erklärt Fenske.

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