Werbung
Werbung
Werbung

Starkes Halbjahr für deutschen Incoming-Tourismus

Von Januar bis Juni legte die Zahl von Übernachtungen internationaler Gäste um 1,2 Mio. auf 39,8 Mio. im Vergleich zum Vorjahr zu.

Besonders stark konnte beispielsweise Köln mit zweistelliger Zuwachsrate bei den Übernachtungen vom wachsenden Incoming-Tourismus profitieren. (Foto: György Soponyai)
Besonders stark konnte beispielsweise Köln mit zweistelliger Zuwachsrate bei den Übernachtungen vom wachsenden Incoming-Tourismus profitieren. (Foto: György Soponyai)
Werbung
Werbung
Claus Bünnagel

Mit einem Plus von 3,3 % im Juni setzt der deutsche Incoming-Tourismus sein kontinuierliches Wachstum fort. Von Januar bis Juni wurden nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes 39,8 Mio. Übernachtungen internationaler Gäste in Hotels und Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten registriert – 1,2 Mio. oder 3,0 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. „Nach den jüngsten Trendaussagen von IPK International zur Entwicklung der Auslandsreisen auf Basis des World Travel Monitors performt Deutschlands Incoming mit +3,7 % besser als der weltweite Durchschnitt (+3,5 %). Aus den europäischen Quellmärkten generiert Deutschland laut IPK sogar ein Wachstum von 4 % und platziert sich damit deutlich vor dem europäischen Durchschnitt (+2,5 %)“, erklärt dazu DZT-Vorstandsvorsitzende Petra Hedorfer.

Zuwachs aus Übersee

Die Flugbuchungen für Reisen aus Übersee lagen im ersten Halbjahr nach Analysen des Marktforschungsunternehmens Forward Keys 4,7 % über den Vergleichszahlen des Vorjahrs. Das Segment langfristig gebuchter Reisen (mindestens 120 Tage vor Abflug) wuchs überproportional um 11 %. 

Partner bestätigen positive Entwicklung 

Gabriela Ahrens, Senior Director Leisure Sales Homemarkets (DACHB) Deutsche Lufthansa AG, führt aus: „Als unser Heimatmarkt ist die Destination Germany bei Lufthansa im Fokus. Wir haben die Bedeutung und das Potenzial des Incoming-Tourismus nach Deutschland erkannt und bearbeiten das Segment verstärkt mit verschiedenen, zielgruppenspezifischen Aktivitäten mit der DZT.“ Andreas von Puttkamer, Leiter Geschäftsbereich Aviation am Flughafen München, ergänzt: „Der Flughafen München konnte auch im ersten Halbjahr 2019 mit knapp 5 % und damit mehr als 1 Mio. zusätzlicher Passagiere ein neues Allzeithoch von 22,7 Mio. Fluggäste verzeichnen. Als Wachstumstreiber zeigte sich einmal mehr der Interkontinentalverkehr, der in diesem Zeitraum um über 10 % zulegen konnte.“ Für die Hotellerie in Deutschland zeichnet sich nach Aussagen von Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbands Deutschland (IHA), ein weiteres Rekordjahr ab: „Urlaub in Deutschland liegt auch gerade wieder bei den Deutschen im Trend. Zudem entwickeln sich die Buchungen ausländischer Gäste weiterhin sehr positiv. Mit einem Plus von 4,0 % rangiert die Entwicklung der durchschnittlichen Zimmererträge (RevPAR) sogar leicht über dem europäischen Durchschnitt von 3,3 %.“ 

Starkes Plus aus den Top-5-Incoming-Märkten

Evelina Hederer, Director Business Development Expedia Group Media Solutions, kommentiert: „Die Nachfrage aus den Top-5-Incoming-Märkten für Deutschland – USA, Großbritannien, Japan, Kanada und Australien – stieg im ersten Halbjahr 2019 um mehr als 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders beliebt waren z.B. Berlin und Hamburg mit einem durchgängigen Wachstum in den ersten sechs Monaten oder Destinationen wie z.B. Köln, Düsseldorf und der Schwarzwald, die sogar zweistellige Zuwachsraten verzeichnen“. 

Vorsichtig optimistische Prognose fürs zweite Halbjahr 

Erste Indikatoren für das zweite Halbjahr 2019 weisen auf eine weiterhin stabile Entwicklung hin. So liegen laut Forward Keys per Ende Juli die Vorausbuchungen für Flüge aus Überseemärkten nach Deutschland um 2,1 % über den Vergleichszahlen des Vorjahre. Dazu Hedorfer weiter: „Die jüngsten Trendaussagen dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir durch schwächeres Wirtschaftswachstum in der Eurozone, Klimadiskussion, Handelskonflikte und die No-Deal-Brexit-Thematik große Herausforderungen bewältigen müssen.“

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung
Werbung