Wo das Mammut um die Ecke tanzt

Die Tropfsteinhöhle Schulerloch bietet ein reichhaltiges Führungsangebot inklusive virtueller Zeitreisen an.

Fast lebendig werden Mammuts und Urmenschen mittels der Projektionen in der Tropfsteinhöhle Schulerloch. (Foto: Tropfsteinhöhle Schulerloch)
Fast lebendig werden Mammuts und Urmenschen mittels der Projektionen in der Tropfsteinhöhle Schulerloch. (Foto: Tropfsteinhöhle Schulerloch)
Claus Bünnagel

Die faszinierende unterirdische Welt der Tropfsteinhöhle Schulerloch im Altmühltal bei Kelheim beeindruckt mit ihrem besonderen Tropfsteinschmuck wie etwa dem seltenen Blumenkohlsinter oder dem weltweit einmaligen Wasserbecken (Becherstalagmit). Nach der Höhlenführung gehen die Besucher zum Abschluss auf eine (fast) reale Zeitreise: Eine einzigartige Projektion an die Höhlenwand macht die Vergangenheit lebendig. Tanzt tatsächlich ein Mammut um die Ecke? Das dürfte sich mancher Besucher fragen.

Hausgemachte Kuchen und Torten

Die täglichen Führungen starten halbstündlich (Ostern bis Ende Herbstferien zwischen 10 und 16 Uhr, von Mai bis Mitte September bis 16.30 Uhr). Abgerundet wird der Ausflug ins Schulerloch mit dem Genuss der hausgemachten Kuchen und Torten im überdachten Bistro und Terrassencafé – großartiger Ausblick übers Altmühltal inklusive.

Heilmeditative Führung

Da die Höhle ein Winterquartier für Fledermäuse ist, erfährt man an kostenfreien Terminen einmal im Monat viel über die „Mysteriösen Wesen der Nacht“. Kinder dürfen bei einer geführten Geburtstagstour einige versteckte Schätze entdecken. Fast jede zweite Woche entspannen die Teilnehmer bei einer meditativen Führung in der gesunden Höhlenluft und tanken neue Energie an Kraftplätzen. Bei der heilmeditativen Führung gelangt man beim Klang leiser Musik in einen Zustand der Tiefenentspannung: emotionale Verletzungen heilen, Blockaden lösen sich und ein Gefühl der Erleichterung stellt sich ein. Jeden vierten Sonntag im Monat erzählt das Höhlen-Madl im gepflegten bayerischen Dialekt (auch für Nicht-Bayern verständlich) die liebenswert kracherten „Loch-G‘schichtn“: Wohin wohl der frühere Höhlenbesitzer verschwunden ist? Auch der Lochschuasta und seine Mare, Höhlenführer um 1900, liefern einige deftige Anekdoten. Als besonderes Schmankerl kann zu den „Loch- G ́schichtn“ ein Menü mit Bierverkostung für Genießer gebucht werden.

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