Fuhrparkmanagement: Kontrolle per Transponder

Dako GmbH entwickelt System für automatische Führerscheinkontrolle.
Julia Lenhardt

Die Dako EDV- Ingenieur- und Systemhaus GmbH, Jena, hat nach eigenen Angaben eine automatische Führerscheinkontrolle für Busunternehmer und Fuhrparkbetreiber entwickelt. Herzstück der Innovation ist ein Transponder – ein Funkchip, der laut Hersteller auf den Führerschein aufgeklebt wird und eine anonyme Nummer enthält, die der Fahrerlaubnis zugeordnet ist. An öffentlich zugänglichen oder im Betrieb verwendeten Lesegeräten, den sogenannten Tachostationen 2.0, kann der Führerschein durch Vorhalten demnach geprüft werden. Vorher müssen die Daten des Führerscheins im Fuhrparkmanagementsystem „Tachoweb“ hinterlegt werden, so die Dako.

Tachostationsfinder im Web

Durch die öffentlichen Tachostationen müssten Busfahrer den Führerschein nicht direkt beim Unternehmer vorzeigen, sondern könnten direkt auf der Fahrt dessen Gültigkeit bestätigen lassen. Laut Betreiber gibt es derzeit rund 600 installierte Stationen. Ein Standortfinder stehe im Internet zur Verfügung. Der Transponder kann nach Herstellerangaben bei Papier- sowie Kartenführerscheinen verwendet werden und ist rückstandsfrei wieder abnehmbar.

Befristete Fahrerlaubnis

Hintergrund der Entwicklung ist nach Angaben der Dako das Fahrerlaubnisrecht der Europäischen Union. Demnach sind Führerscheine der Klassen C und D nur befristet. Fuhrparkleiter, die einen abgelaufenen Führerschein übersehen und den Fahrer dennoch einsetzen, müssen mit Strafverfahren oder Geldbußen rechnen, so die Entwickler.

Printer Friendly, PDF & Email