Efteling baut inklusiven Spielwald

Der Freizeitpark im niederländischen Kaatsheuvel will die „Nest!“ genannte inklusive Attraktion bereits im Sommer eröffnen.

„Inklusion ist für Efteling seit Jahren ein wichtiges Thema”, so Eftelings Vorstandsvorsitzender Fons Jurgens. (Foto: Freizeitpark Efteling)
„Inklusion ist für Efteling seit Jahren ein wichtiges Thema”, so Eftelings Vorstandsvorsitzender Fons Jurgens. (Foto: Freizeitpark Efteling)
Martina Weyh

Ein gemeinsamer Spielort für Kinder mit und ohne Handicap soll der geplante Spielwald „Nest!“ im Achterbahnbereich „Ruigrijk“ des niederländischen Freizeitparks Efteling werden. In dieser Woche haben die Arbeiten auf dem 1.200 m2 großen Areal begonnen – im Sommer soll bereits die Eröffnung sein.

„Wir möchten einen Raum schaffen, an dem Kinder mit und ohne Behinderung sorglos zusammen Spaß haben können. Einen Ort, der für alle zugänglich ist“, erläutert Eftelings Vorstandsvorsitzender Fons Jurgens. „Obwohl der Freizeitpark derzeit geschlossen ist und die Zeiten unsicher sind, beginnen wir mit der Umsetzung des neuen Spielwalds. ‚Nest!‘ ist seit Langem geplant und eine wichtige Erweiterung für die jüngsten Besucher des Parkbereichs ‚Ruigrijk‘.”

Bei der Planung für die neue inklusive Attraktion stand dem Freizeitpark die unabhängige, niederländische Stiftung „Het Gehandicapte Kind“ beratend zur Seite. Zudem soll es vor der Eröffnung des Spielwaldes einen Testlauf geben, an dem Kinder mit und ohne Handicap teilnehmen.

Die Bauarbeiten starteten mit dem Aufbau eines 6,5 m hohen und 2.500 kg schweren Rutschen-Turms im Stil eines Drachen über den zwei Rutschen erreicht werden können, eine davon auch für bewegungseingeschränkte Kinder mit Begleitperson nutzbar. Durch ein Sehrohr können große und kleine Besucher zudem vom Boden aus die „Drachenperspektive“ in der 6,5 m hohen Turmspitze einnehmen.

Darüber hinaus wird es einen mit Rollstuhl befahrbaren Holzsteg, ein für alle zugängliches Wasserbett und Spielmöglichkeiten auf unterschiedlicher Höhe geben, die stehend oder sitzend genutzt werden können. Auch ein Platz zum Verschnaufen, der durch Farbwahl und Thematisierung besonders reizarm gestaltet ist, gehört zum Konzept.

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