Madrid: Startschuss für „Null-Emissions-Null-Kosten“-Linien

Emissionsfreier ÖPNV in Madrid mit Irizar ie Solos. Die zehn Elektrobusse werden kostenlos auf zentralen Linien in der spanischen Hauptstadt eingesetzt.

Blaupause für weitere spanische Metropolen in Sachen nachhaltige Verkehrsentwicklung? – die Irizar-Elektro-Solos sind kostenlos unterwegs und verbinden wichtige Verkehrsknotenpunkte in Madrid. (Foto. Irizar)
Blaupause für weitere spanische Metropolen in Sachen nachhaltige Verkehrsentwicklung? – die Irizar-Elektro-Solos sind kostenlos unterwegs und verbinden wichtige Verkehrsknotenpunkte in Madrid. (Foto. Irizar)
Martina Weyh

Gemeinsam machen sich Madrids Stadtverwaltung und der Verkehrsbetrieb, Empresa Municipal de Transportes (EMT) für einen emissionsfreien ÖPNV in der Hauptstadt stark.

Am 18. Februar stellten Madrids Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida, der Delegierte des Stadtrats für den Bereich Mobilität und Umwelt, Borja Carabante, der Leiter des EMT, Alfonso Sánchez Vicente, und der Direktor Irizar-E-Mobilität, Hector Olabegogeaskoetxea, am zentral gelegenen Bahnhof Madrid Atocha die neuen „Null-Emissions-Null-Kosten“-Linien, auf denen zehn Iriziar Elektrobusse zum Einsatz kommen, der Öffentlichkeit vor.

Die Irizar E-Solos sollen in den kommenden Tagen ihren kostenfreien Betrieb aufnehmen. Werktags fahren sie auf zentralen, viel frequentierten Strecken im 6-8-Minutentakt, an Wochenenden und Feiertagen sind die E-Solos im 10-Minuten-Takt unterwegs.

Die 12 m langen zweitürigen Irizar Elektro-Solos sind mit fünf Lithium-Ionen-Batteriepacks ausgestattet und liefern die nötige Energie für eine Reichweite von 100 bis 150 km, je nach Fahrzyklus und Witterungsbedingungen. Laut Verkehrsbetreiber EMT reiche das in einer Stadt mit starkem Verkehrsaufkommen wie Madrid für eine Fahrzeit von 17 Stunden.

Beim gestrigen Vorstellungstermin der „Null-Emissions-Null-Kosten“-Linien betonte Madrids Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida die Wichtigkeit der Maßnahme im Kampf gegen die Umweltverschmutzung und hofft, dass durch das neue Angebot viele Bürger der Hauptstadt vom Auto in den Bus wechseln.

Im Fokus der Stadtverwaltung steht die zügige Umstellung der gesamten EMT-Busflotte auf emissionsfreie Fahrzeuge.

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