BMVI: 80 Mio. Euro für die Busbranche

Das Hilfsprogramm für Busreiseunternehmen wird 2021 neu aufgesetzt.

Das BMVI plant für 2021 ein weiteres Hilfsprogramm für Busreiseunternehmen über 80 Mio. Euro. (Foto: Pixabay/geralt)
Das BMVI plant für 2021 ein weiteres Hilfsprogramm für Busreiseunternehmen über 80 Mio. Euro. (Foto: Pixabay/geralt)
Claus Bünnagel

Nach dem erneuten Lockdown der Bustouristik und einer nicht absehbaren Erholung des Busreise- und Ausflugverkehrs können die Unternehmen 2021 nochmals mit staatlicher Hilfe rechnen. Das hat der Haushaltsausschuss des Bundestags beschlossen und damit den Weg frei gemacht für eine Neuauflage des Hilfsprogramms für Busreiseunternehmen des Bundesverkehrsministeriums. Hierfür werden 80 Mio. Euro eingeplant. An den Details wird noch gearbeitet. Hintergrund: Der erneute Lockdown der Freizeit- und Tourismusindustrie mit direkten bzw. indirekten Busreiseverboten in allen Bundesländern bis vorläufig 20. Dezember droht vielen Betrieben den Garaus zu machen. 

Die neuen Hilfen sind bitter nötig, um die Busbranche zu retten. Eine deutschlandweite Branchenumfrage hat ergeben, dass bei knapp 50 % der Busunternehmen im Fern- und Gelegenheitsverkehr ohne passgenaue Unterstützung in den nächsten drei Monaten die Insolvenz droht. (LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl)

LBO: Modifizierung des Förderprogramms nötig

Mit dem ersten aufgelegten Programm des BMVI über 170 Mio. Euro sollten die sogenannten Vorhalte- und Vorleistungskosten für die Fahrzeuge, die zwischen dem Mitte März und Ende Juni angefallen sind, finanziert werden. Mit dem neu aufgelegten zweiten Programm sollen nun die Kosten im Anschluss abgefedert werden. 

Wir hoffen, dass das neue Förderprogramm entsprechend unserer Vorschläge an entscheidenden Stellen modifiziert wird und so z.B. auch Unternehmen, die ihre Reisebusse eigenfinanziert haben, darauf zugreifen können. Dies war im ersten Programm nicht der Fall, weshalb viele bayerische Unternehmen bisher leer ausgegangen sind. (Rabl)

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