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Urlaubssteuer: Finanzgericht gibt klagendem Reiseveranstalter Recht

Das Finanzgericht Düsseldorf hat ein vielleicht wegweisendes Urteil zur Urlaubssteuer gefällt.

Hoffnung auf die Abschaffung der Urlaubssteuer macht das Urteil des Düsseldorfer Finanzgerichtes. (Foto: pixelio.de/Florentine)
Hoffnung auf die Abschaffung der Urlaubssteuer macht das Urteil des Düsseldorfer Finanzgerichtes. (Foto: pixelio.de/Florentine)
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Martina Weyh

Der Reiseveranstalter Schauinsland hatte gegen die Urlaubssteuer geklagt und das Gericht gab ihm recht. Es sieht die Anwendbarkeit der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung (Urlaubssteuer) auf den Reisevorleistungseinkauf als nicht rechtens an (Aktenzeichen 3 K 2728/16 G) und teilt dabei die Auffassung der Branche, dass der Hoteleinkauf nicht als fiktives Anlagevermögen anzusehen und somit nicht der Gewerbesteuer hinzuzurechnen ist. „Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer notwendigen Lösung in Sachen Urlaubssteuer. Die Branchenauffassung mit dem Ruf nach einer für die Reisewirtschaft verlässlichen Lösung wird damit auch inhaltlich von gerichtlicher Seite geteilt“, kommentierte der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig, das Urteil.

Darum geht es

Reiseveranstalter müssen nach derzeitiger Rechtslage zusätzliche Gewerbesteuern schultern. Und zwar immer dann, wenn sie etwa Hotelzimmer anmieten oder Übernachtungskontingente einkaufen. Denn die Vermittlung von Hotelleistungen wird steuerlich wie die Anmietung von Büroräumen oder Lagerhallen behandelt. In der Folge steigen die Kosten der Touristikanbieter und die Urlaubsreisen werden für Touristikanbieter wie Endverbraucher teurer.

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